Prämiengutschein, Weiterbildungssparen und Weiterbildungsdarlehen 

Angesichts der Wirtschaftskrise ist der Bundesregierung bewusst geworden, dass Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft und des Einzelnen immer noch sehr wichtig ist. Nun wurden in den letzten Monaten verschiede Werkzeuge wirksam, um diese Ziele zu fördern. Weitere Maßnahmen sind noch für die laufende Legislaturperiode geplant.

Um die Weiterbildungs-Bereitschaft jedes Einzelnen zu fördern, führte die Bundesregierung bereits im letzen Jahr eine "Bildungsprämie" ein. Durch finanzielle Unterstützungen sollen mehr Menschen zur individuellen Weiterbildung motiviert werden:

  • Den Prämiengutschein in Höhe von bis zu 154 € können die Erwerbstätige erhalten, deren Jahreseinkommen unter 20.000 € (bei einen Ledigen) und unter 40.000 € (bei Verheirateten) unterschreitet. Der Prämiengutschein muss um mindestens den gleichen Betrag durch eigene Leistungen des Erwerbstätigen aufgestockt werden.
  • Mit dem neu eingeführten "Weiterbildungssparen" wurde eine Erweiterung im Vermögensbildungsgesetz geschaffen. Aus dem sonst festgelegten Geld, das durch dieses Gesetz durch Zuschüsse gefördert wird, sind zu Weiterbildungszwecken Entnahmen aus den Guthaben zulässig.
  • Darüberhinaus kann der Interessent ein Weiterbildungsdarlehen in Anspruch nehmen, wenn er wegen eines höheren Einkommens keinen Anspruch auf Förderung hätte. Dieses Weiterbildungsdarlehens ist noch für diese Legislaturperiode geplant.

 

Die Prämiengutscheine können bei speziellen Beratungsstellen angefordert werden. Über die kostenlose Hotline 0800 - 2623 000 oder über eine E-Mail-Anfrage an bildungspraemie@dlr.de können weitere Details und die Adressen der zuständigen Beratungsstellen angefragt werden. Die Webadresse http://www.bildungspraemie.info/de/101.php enthält auch eine anklickbare Deutschlandkarte, wo man seine nächste Beratungsstelle schnell finden kann.

Das Verfahren, um zum Geld zu kommen, sieht wie folgt aus:

1. Man entscheidet sich grob für ein Weiterbildungsziel und sucht sich passende Angebote aus. Dann besucht man eine nahegelegene Beratungsstelle auf, mit der man die persönlichen Rahmenbedingungen und das Weiterbildungsziel konkretisieren kann.
2. Als nächstes erhält man den Gutschein. Dieser beschreibt das Weiterbildungsziel und nennt geeignete Weiterbildungsanbieter.
3. Nun kann man zu einem der genannten Anbieter gehen und den Gutschein einlösen. Entsprechend der Gutscheinhöhe werden die Kosten der Maßnahme für den Weiterbildungskunden gekürzt. Dieses Geld holt sich dann der Anbieter bei einer Servicestelle.

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