Wie man ein Praktikumszeugnis schreiben und formulieren sollte

Das Praktikumszeugnis dient nicht nur als bloße Bestätigung für Schüler, Studenten und Absolventen, dass diese ein Praktikum absolviert haben. Vielmehr sollte es ähnlich anderer Leistungsnachweise detailliert aufzeigen, wann, wo und wie der Praktikant eingesetzt wurde und wie er seine Aufgabe bewältigt hat.

Insofern sollte es ein vollständiges qualifiziertes Praktikumszeugnis und keine simple und statische Aufzählung der wichtigsten Eckdaten sein. Ebenso wichtig ist es, auf eine gewisse Ordnung zu achten, welche das Lesen für spätere potenzielle Arbeitgeber erleichtert.

Daher finden sich idealerweise am Anfang des Zeugnisses natürlich der Beginn, die Dauer und/oder das Ende des Praktikums. Weiterhin sollte ein einleitender Satz beschreiben, wo die Hauptaufgaben des Praktikanten lagen. In einem zweiten Abschnitt erscheinen dann die speziellen Einsatzgebiete bzw. Aufgabenfelder, so dass sich nach und nach ein sehr genaues Bild des Praktikums und der einzelnen Aufgabenfelder und Einsatzgebiete ergibt.

Schließlich sollte ein Praktikumszeugnis auch Anmerkungen über die Leistungs-, Lern- und Arbeitsbereitschaft, wie auch über die spezielle Arbeitsweise und schließlich auch den Lernerfolg beinhalten. Auch enthält ein gutes Praktikumszeugnis Bemerkungen bezüglich des Verhaltens des Praktikanten gegenüber Vorgesetzen, Kollegen und Kunden. Ein zusammenfassendes Leistungsurteil schließt das Praktikumszeugnis thematisch ab, während eine Beendigungs- und Dankesformel es formal abrunden.

Insgesamt gibt es viele verschiedene oder auch standardisierte Vorlagen. Dabei spricht auch nichts dagegen, dass diese benutzt werden. Viel wichtiger ist es, dass gerade im Bereich Lern- und Arbeitsbereitschaft, Arbeitsweise und Lernerfolge keine Floskeln benutzt, sondern individuell auf die jeweiligen Leistungen und Einsatzgebiete eingegangen wird. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass der Umfang der Bewertung auch der Dauer des Praktikums entspricht (also zwischen einer und zwei DINA4-Seiten).

Ebenso muss das Zeugnis grammatisch und stilistisch einwandfrei und einheitlich sein. Weiterhin sollten Aufgabenbeschreibungen frei von Wertungen sein und Passivkonstruktionen vermieden werden, genauso wie es eher negativ bewertet wird, wenn Selbstverständlichkeiten wie Pünktlichkeit und Ehrlichkeit besonders erwähnt werden. Dies wird von künftigen Arbeitgebern eher als Unpünktlichkeit und Unehrlichkeit ausgelegt. Vielmehr sind dynamische, aufwertende Adjektive und Adverbien (stets motiviert, immer zielstrebig, jederzeit engagiert) und allgemein gültige Formeln wie "stets zur vollen/vollsten Zufriedenheit" (was einer Gesamtnote von gut bzw. sehr gut entspricht) wichtig.

Auch die Schlussformel lässt tief blicken: Wünscht ein Unternehmen dem Praktikanten alles Gute, ohne seinen Weggang zu bedauern, bedeutet dies, dass seine Leistungen insgesamt nicht zufriedenstellend waren. Schließlich sollte auch darauf geachtet werden, dass der vollständige Name des Unterzeichners ebenso auftaucht, wie auch seine/ihre Ranghöhe (Geschäftsführer, Abteilungs- oder Teamleiter) und schließlich auch das Ausstellungsdatum des Praktikumszeugnisses mit dem letzten Tag des Praktikums übereinstimmt bzw. eventuell einige Zeit später ausgestellt werden kann, niemals jedoch vor dem eigentlichen Ausscheiden.

 

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