Prozessoptimierung 

Prozessoptimierung als zentrale Leitidee menschlichen Handelns sollte nicht nur in einem engen betriebswirtschaftlichen Verständnis gesehen werden. Das ist zumindest die Meinung der meisten Wissenschaftlicher, die sich mit Volkswirtschaftslehre oder Sozialwissenschaft beschäftigen. Jeder Mensch und jede Gruppe von Handelnden (Vereine, Organisationen, Betriebe etc.) hat darauf zu achten, dass die notwendigen Prozesse der Kommunikation und Interaktion mit knappen Mitteln optimal erreicht werden können.

Hierzu sind die jeweiligen Vorgänge der Prozessoptimierung zu unterwerfen: Mittels Prozessoptimierung soll erreicht werden, dass keine knappen Ressourcen vergeudet werden. Auch die Hausfrau, die einen Kuchen backt, könnte Prozessoptimierung zum Gestaltungselement erklären, denn auch für sie ist ein angemessener Ressourceneinsatz (Zeit und Geld) wichtig, um ihren Erfolg bestimmen zu können.
Prozessoptimierung ist aber vor allem ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Praxis und wird in gewinnorientierten Betrieben zur dauerhaften Leitidee erklärt. Prozessoptimierung ist aber für jede Organisation relevant, wenn sie eine zentrale Leitidee verfolgt, denn dann kann sie sich fragen, ob sie ihre Prozesse hierzu optimal auf dies Leitidee ausgerichtet hat. Oft ist es in den Organisationen ein Problem, dass die zugrundeliegenden Prozessabläufe gar nicht im Bewusstsein der Akteure verankert sind. Stattdessen dominiert ein abteilungsbezogenes Denken, dass in anderen Abteilungen eher den Feind als den Partner reflektiert. Aufgabe von Prozessoptimierung ist das Überwindung herkömmlichen Bereichsdenkens und das gemeinsame Bestimmen der zentralen Prozesse der jeweiligen Organisation.
Die Frage der Prozessoptimierung wird meist dann aufgeworfen, wenn von oben eine neue Unternehmenssoftware als zentrale Software eingeführt werden soll. Die Software-Entwickler und Datenbank-Designer stellen dann schnell fest, dass vor jedem Software-Einsatz zunächst eine Prozessoptimierung notwendig ist, denn es macht wenig Sinn, ineffiziente Abläufe in neue Software-Lösungen zu implementieren. Allerdings erweist sich dann, dass die Organisation über sehr starke Beharrungskräfte verfügt. Erfolgreiche Prozessoptimierung sorgt deshalb in jeder Phase der Software-Entwicklung für angemessene Mitarbeiterbeteiligung und für viele mögliche Rückkopplungs- und Korrekturphasen. Damit Prozessoptimierung zum Erfolg wird, braucht ihre Umsetzung einen langen Atem und viele Korrekturmechanismen.

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