Die Arbeitslosenversicherung für Selbständige 

Bisher wenig bekannt ist die Arbeitslosenversicherung für Selbständige, möglicherweise deshalb, weil nur ein geringer Teil der Unternehmer und Freiberufler das Recht haben, eine solche Arbeitslosenversicherung für Selbständige abzuschließen.

Die Arbeitslosenversicherung für Selbständige ist ein ergänzendes Angebot auf freiwilliger Basis, dass für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit von der zuständigen Bundesagentur für Arbeit (dem früheren Arbeitsamt) gemacht wird, um die Motivation zur Selbständigkeit zu erhöhen. Die Arbeitslosenversicherung für Selbständige ist also an die normale Arbeitslosenversicherung gekoppelt. Die Arbeitslosenversicherung für Selbständige ist vergleichsweise günstig (gegenwärtig etwa 15 bis 18 Euro pro Monat), wenn man bedenkt, welch hohen Risiken durch die Arbeitslosenversicherung für Selbständige abgedeckt werden.
Auf dem Existenzgründungs-Portal des Bundesministeriums für Wirtschaft sind die genauen Eckdaten für die Arbeitslosenversicherung für Selbständige gemäß § 28 a Sozialgesetzbuch 3 genannt:
1. Will man eine Arbeitslosenversicherung für Selbständige abschließen, dann muss man vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit innerhalb der letzten 2 Jahre mindestens 12 Monate versicherungspflichtig tätig gewesen sein.
2. Sollten diese 12 Monate nicht erreicht werden, dann können Entgeltersatzleistungen wie beispielsweise Arbeitslosengeld-Bezug hier angerechnet werden, um den Anspruch auf die Arbeitslosenversicherung für Selbständige zu erlangen.
3. Es darf keine andere Situation vorliegen, die zu einer Pflichtmitgliedschaft in der Sozialversicherung führt.
Die Arbeitslosenversicherung für Selbständige ist also ohne Probleme für alle zu bekommen, die aus dem Arbeitslosengeld I-Bezug zu Existenzgründern werden. Diese, wie alle anderen Anspruchsberechtigten auf eine Mitgliedschaft in der Arbeitslosenversicherung für Selbständige, müssen allerdings schnell handeln, denn der Antrag auf Mitgliedschaft ist innerhalb des ersten Monats der selbständigen Tätigkeit zu stellen. Der Antrag wird schriftlich (am besten persönlich) bei der Arbeitsagentur des Wohnortes gestellt. Der Antragsteller auf eine Arbeitslosenversicherung für Selbständige sollte hierbei wichtige Unterlagen bereithalten, die belegen, dass er mehr als 15 Stunden pro Woche selbständig tätig ist.
Der Versicherungsfall mit Ansprüchen auf die Arbeitslosenversicherung für Selbständige tritt dann ein, wenn erkennbar ist, dass vorübergehend oder dauerhaft die Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit nicht ausreichend sind, um den Lebensunterhalt zu sichern. Naheliegend ist, dass für eine Antragstellung auf Leistungen aus Arbeitslosenversicherung für Selbständige die bisherige Entwicklung der Geschäftsgründung und realistische Planungsdaten für die Zukunft vorliegen sollten.

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