Cash Flow und Innenfinanzierung 

Der Cash Flow (Übersetzung aus dem Englischen etwa mit "Geldzufluss") ist der Nettozufluss an Geld, den ein Unternehmen in einer bestimmten Periode zur Verfügung hat. Meist wird beim Cash Flow auf das Jahr abgestellt, aber der Cash Flow kann für jede Periode auf recht einfache Art bestimmt werden. Jedes Unternehmen erhält laufende Geldeinnahmen aus seiner Geschäftstätigkeit, muss aber auch laufend Geld herausgeben für Löhne, Gehälter, Zinsen, Tilgung, Miete und viele weitere Kosten.

Die Differenz dieser Werte (tatsächliche Einnahmen - tatsächliche Ausgaben) muss langfristig positiv sein, sonst entsteht Zahlungsunfähigkeit, was nach deutschem Recht zur sofortigen Insolvenz führt. Der Cash Flow ist nicht mit dem Gewinn zu verwechseln, da sowohl bei den Einnahmen wie bei den Ausgaben Ansprüche vorliegen können, die nicht direkt mit Zahlungsflüssen zusammenhängen.
Nicht der Cash Flow sondern ausschließlich der Gewinn kann für die Innenfinanzierung eingesetzt werden. Denn Innenfinanzierung bedeutet, dass man Teile des Gewinns nicht an die Geschäftsinhaber ausschüttet, sondern beim Unternehmen belässt, um weitere Expansionspläne oder sonstige Investments für das Unternehmen zu sichern. Der Vorteil der Verwendung von Innenfinanzierung ist, dass hierfür zunächst keine Kosten in Form von Zinsen anfallen und dass die Tilgung für diese Finanzierungvariante nicht beachtet werden muss. Finanziert man über Kredite, dann ergibt sich immer daraus eine kostentreibende Belastung über die Zinsen und eine zusätzliche Verminderung des Cash Flow durch die im Voraus erkennbaren vereinbarten Tilgungszahlungen.
Damit ist klar wie Cash Flow und Innenfinanzierung zusammenhängen: Innenfinanzierung sichert den Cash Flow und zugleich den Gewinn. Trotzdem gibt es Fälle, bei denen man auf die Innenfinanzierung verzichtet, obwohl ein ausreichender Gewinn vorhanden ist. Dies macht aber nur Sinn in den Fällen, bei denen man davon ausgehen kann, dass durch die zusätzlichen nicht durch Innenfinanzierung geförderten Expansionspläne mehr Gewinn erwirtschaftet werden kann, als die Kosten der Nicht-Innenfinanzierung ausmachen.

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