Förderprogramme: Staatliche Hilfe bei der Existenzgründung

Für Existenzgründer bietet die Bundesregierung regional und auch bundesweit Förderprogramme an, die in ihrer Ausgestaltung und bezüglich der Bewilligungsvoraussetzungen zwar unterschiedlich ausgeprägt sind, andererseits jedoch bestimmte Rahmenkonditionen teilen.

So zeichnen sie sich quasi durch die Bank weg dadurch aus, dass sie niedrige Zinssätze, lange Darlehens- und Rückzahlungslaufzeiten und auch tilgungsfreie Anlaufjahre bieten. Eine lange Zinsbindungsfrist, 100%ige Auszahlung und die Möglichkeit einer Kombination mit weiteren Fördermitteln sind zusätzliche Ausprägungen.

So bietet beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau bestimmte Existenzgründerprogramme an, welche nicht erst bei der tatsächlichen 'Eröffnung' des Unternehmens greifen. Vielmehr werden Zuschüsse zur Gründungs- und Unternehmensberatung - also für Prozesse, die vor, während und nach der Gründung ablaufen - bewilligt (http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/gruendung_finanzieren/foerderprogramme/index.php). Weiterhin besteht die Möglichkeit,
durch das Programm KfW-StartGeld als kleines Unternehmen oder auch als Freiberufler in den Genuss von Fördermitteln zur Existenzgründung über die KFW bzw. Haftungsfreistellungen für die kreditgebende Hausbank zu gelangen. Prinzipiell gilt bei der KfW nämlich das Hausbankprinzip, wobei die KfW die jeweilige Hausbank ermächtigt, dem Antragsteller entsprechende günstige Gründerdarlehen zu gewähren. Eine entsprechende Haftungsfreistellung bei Zahlungsunfähigkeit in Höhe von 80% verringert das wirtschaftliche Risiko für die Hausbank und erhöht automatisch die Möglichkeit eines Darlehens für den Antragsteller. Voraussetzungen für das KfW-StartGeld sind, dass die Unternehmen und Freiberufler weniger als drei Jahre in diesem Bereich tätig sind. Außerdem darf die Darlehenssumme 50.000 Euro nicht überschreiten. Dafür ist beispielsweise ein zweiter, späterer Antrag bis zur Ausschöpfung des Höchstbetrages möglich, wie auch eine tilgungsfreie Anlaufzeit und eine kostenfreie, vorzeitige Tilgung möglich ist.

Das ERP-Regionalförderprogramm (European Recovery Program, auch als Marshallplan bekannt) seinerseits wendet sich an Existenzgründer in strukturschwachen Regionen bzw. durch das ERP-Innovationsprogramm an Unternehmensgründer mit neuen Ideen.
Angehende Unternehmer in regionalen Fördergebieten können demnach von zinsgünstigen Darlehen aus dem ERP-Sondervermögen profitieren (http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=7bfd8a0f3ad3a51df16d91ad3b6dbef9;views;document&doc=4034).

Genauso gibt es im Rahmen der ERP-Gelder auch die Möglichkeit im Rahmen des ERP-Startfonds Existenzgründungszuschüsse in Form einer Beteiligung seitens der KfW am Unternehmen zu erhalten. Diese Förderung richtet sich vor allem an Technologieunternehmen mit Betriebssitz in Deutschland und einem Mitarbeiterstamm von weniger als 50 Beschäftigten, wie auch einer Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Millionen Euro.

Insofern bleibt festzuhalten, dass sich die jeweiligen Förderprogramme zur Existenzgründung an verschiedene Zielgruppen (kleinere und mittlere Unternehmen, Freiberufler) richten und in unterschiedlichen Ausgestaltungen möglich sind. In jedem Fall muss die Förderung nicht erst bei der Gründung greifen, sondern kann wichtige Schritte wie die Existenzgründerberatung ebenso finanziell unterstützen. Gemeinsam haben praktisch alle Programme, dass sie niedrige Darlehenszinsen auf eine lange Zeit festschreiben und eine vorzeitige, kostenfreie Tilgung der Restsumme anbieten, wie auch meist eine tilgungsfreie Anlaufzeit.

Weitere Information: Private Krankenversicherung für Selbstständige

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