Staatliche Fördermittel für Existenzgründer

Viele Menschen haben Angst davor, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, da sie finanzielle Nöte befürchten. Allerdings werden Existenzgründer vor allem in der Anfangsphase nicht alleine gelassen. Welche Möglichkeiten der Finanzierungshilfen es gibt, erfahren Sie hier.

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Die Gründung eines Unternehmens wird von zahlreichen staatlichen und privaten Stellen unterstützt. Grundsätzlich kann man diese Förderungen in drei Bereiche unterteilen:

  1. Unterstützung des Lebensunterhaltes
  2. Unterstützung durch Beratungen beziehungsweise Coachings und Darlehen
  3. Kredite beziehungsweise Bürgschaften

Unterstützung vom Arbeitsamt

Der erste Weg bei einer Existenzgründung führt zum Arbeitsamt, denn dort gibt es den Existenzgründerzuschuss. Dabei handelt es sich um eine staatliche Förderung, die auch dann greift, wenn ein Gründer die Betriebskosten selbst decken kann. Somit wird garantiert, dass die Kosten des Lebensunterhalts abgedeckt sind. Immerhin muss die monatliche Miete bezahlt werden. Außerdem fallen auch Kosten für bestimmte Einkäufe an, wie zum Beispiel die Summe für eine große Anzahl an Firmenmappen und andere Arbeitsutensilien. Die privaten Kosten übernimmt das Arbeitsamt für ganze sechs Monate und nimmt dem Gründer dadurch hohe finanzielle Lasten ab. Das junge Unternehmen ist weniger gefährdet und der Schritt aus der Arbeitslosigkeit wird erleichtert. Läuft das Unternehmen erfolgreich an, erfolgt eine neunmonatige Nachförderung.

Voraussetzungen für die Förderung des Arbeitsamtes

Vorliegender Anspruch auf Arbeitslosengeld
Nachweis darüber, dass die Geschäftsidee ein tragfähiges Vorhaben ist
Nachweis darüber, dass die Geschäftsidee den Lebensunterhalt finanzieren kann
Nachweisbare Kenntnisse über die Gründung eines Unternehmens

Kredite und Coachings

Zahlreiche Firmen benötigen ein großes Startkapital, um Geschäftsausstattung, Maschinen oder Lagervorräte finanzieren zu können. Dafür eignet sich vor allem ein Existenzgründerkredit. Die Höhe der Summe richtet sich nach der Größe des Unternehmens und den nötigen finanziellen Mitteln. Das Geld kann sowohl für den privaten als auch den geschäftlichen Bereich verwendet werden. Für den Antrag benötigt der Existenzgründer eine Einkommenssteuerbescheinigung, durch die die Bank nachweisen kann, dass die Firma genügend Geld einbringt. Häufig benötigt man in der Anfangsphase außerdem die fachliche Unterstützung von Experten. Diese entwickeln Gründungsstrategien, klären Fragen und stellen Finanzierungspläne auf. Ein begleitendes Coaching ist also sehr sinnvoll und trägt zu der positiven Entwicklung des Unternehmens bei. Da auch diese Betreuung oft vom Staat finanziert wird, kann man sie zu einem geringen Kostenaufwand in Anspruch nehmen.

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