Aufbau-Studium zum Wirtschaftsingenieur

Wie bei vielen natur- und auch geisteswissenschaftlichen Studiengängen, bietet das Aufbaustudium Wirtschaftsingenieur/in eine wichtige Schnittstelle zwischen technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen. Dabei geht es bei diesem Aufbaustudium vor allem darum, die Ingenieursbasis mit wichtigen wirtschaftlichen Grundlagen zu erweitern.

Das Aufbaustudium Wirtschaftsingenieur richtet sich demnach in erster Linie an berufserfahrene Ingenieure, welche beispielweise eine Selbstständigkeit anstreben, diese vielleicht auch schon betreiben oder sich eben auf eine leitende Funktion im mittleren und höheren Management vorbereiten möchten.

Insofern sind Studieninhalte wie Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Controlling,
Finanzierung und Bilanzierung in der Bauwirtschaft ebenso wichtig wie auch Veranstaltungen rund um das Thema Recht (privates und öffentliches Baurecht, Arbeitsrecht). Weiterhin werden Module in Bezug auf Projektmanagement- und Entwicklung, Marketing sowie auch Informationsmanagement angeboten. Aber auch die Bereiche Finanzbuchführung und Kosten- und Leistungsrechnung gehören zu den wichtigsten Studieninhalten. Schließlich beinhalten einige Aufbaustudiengänge ebenso Fächer wie Industriebetriebslehre, Wirtschaftinformatik, Unternehmensführung, Personalwesen oder eben Rohstoff- und Energiewirtschaft, Produktions- und Materialmanagement.

Ein Aufbaustudium Wirtschaftsingenieur kann sowohl berufsbegleitend wie auch als Präsenzstudium absolviert werden. Nicht selten untergliedert es sich in ein Grund- und in ein Hauptstudium, wobei die Gesamtdauer des Studiums zwischen 4 und 6 Semestern liegt und in der Regel mit einer schriftlichen Diplomarbeit beendet wird.

Während das Grundstudium sich eher den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre widmet, versucht das Hauptstudium vor allem für Ingenieure relevante Themen einzubinden und in Pflicht- und freiwillige Module zu unterteilen. So ist die Praxisorientierung stets gewährleistet.

Bezüglich der Studienvoraussetzungen wenden sich einige Studiengänge explizit an Absolventen eines Ingenieurstudiums (egal ob FH, Universität, TH oder Bachelor), während andere Hochschulen auch Absolventen 'verwandter' Studiengänge (Mathematik, Architektur) zulassen und damit nicht zuletzt auch den Rahmen für ein ausgeprägtes interdisziplinäres Lernen schaffen.

 

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