Fernstudium MBA oder MBA berufsbegleitend?

Der Master of Business Administration (MBA) hat in den letzten 10 Jahren eine beachtliche Karriere als Zusatzqualifikation für Manager und Führungskräfte international ausgerichteter Unternehmen entwickelt. Da es sich bei einem MBA-Studium vorrangig um eine Hochschulausbildung handelt, bei der ein erfolgreich absolviertes Erststudium mit mindestens einem Bachelor/Diplom-Titel Voraussetzung ist und es einen speziellen Fokus auf praxisnahe Vermittlung von Inhalten setzt, stellt sich allen Interessierten die Frage, in welcher Form sie den Master of Business Administration (MBA) angehen möchten.

Prinzipiell stellen sich zwei Alternativen zur Verfügung. Sei es das Fernstudium oder aber auch ein berufsbegleitendes MBA-Studium: Beide Möglichkeiten bergen ihre Vor- und Nachteile und lassen sich jeweils individuell an den spezifischen Lerntyp besser oder auch weniger gut anpassen. Abgesehen von diesen Phasen müssen sich Lernende darauf einrichten, den geforderten Lernstoff per Online-Prüfungen, Klausuren, Tutorien und E-Campus anzueignen, sich also regelmäßig selbst zu motivieren. Der Vorteil liegt ohne Zweifel darin, dass der intensive Arbeitsalltag nicht unterbrochen werden muss, um sich an den Unterrichtsort zu begeben. Außerdem kann die Lernprogression der eigenen Lerngeschwindigkeit folgen.

Bei einem berufsbegleitenden MBA-Studium sind in der Regel Präsenzmodule obligatorisch, die jedoch verschieden ausgeprägt sein können. Manche Hochschule erlaubt es ihren Studierenden, den MBA in ein- oder zweiwöchigen Modulen über einen Zeitraum von knapp zwei bis drei Jahren zu erreichen, während andere Institute auf regelmäßigen Unterricht (zwischen einem und drei Tagen/Woche) setzen. Dabei wird das Ausbildungsziel nicht unbedingt schneller erreicht, jedoch eine höhere Kontinuität, wie aber auch ein Klassenverband im Sinne eines festen Lernsettings gegeben, welches einen Teil der Selbstmotivation abnehmen und in eine Gruppendynamik umwandeln helfen kann.

Dahin gehend bieten alle Varianten ihre spezifischen 'Tücken', wie sie aber auch den verschiedenen Lerntypen und Arbeitsbedingungen entgegen kommen. Nicht jede Führungskraft kann es sich demnach leisten, in regelmäßigen Abständen und über eine Phase von zwei bis drei Wochen der Arbeit fernzubleiben und/oder den jeweiligen Jahresurlaub für die Zusatzqualifizierung zu 'opfern'. Andere wiederum können aufgrund ihrer Position nicht gewährleisten, an bestimmten Wochentagen pünktlich das Büro verlassen zu können, um an der jeweiligen Veranstaltung teilnehmen zu können. Andere schließlich tun sich schwer, nach Feierabend und/oder am Wochenende den Lernstoff eines MBA-Fernstudiums selbstständig zu bearbeiten.

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