Mit dem studentischen BAFÖG die Basis für die Studienfinanzierung sicherstellen 

BAFÖG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz und bezeichnet die gesetzliche Regelung für die Studienfinanzierung. Die BAFÖG-Studienfinanzierung hatte ihren Ursprung Ende der 1960er-Jahre, als es darum ging, mehr Studenten zu fördern und mehr Hochschulabschlüsse in Deutschland zu sichern.

Die damalige Bundesregierung sorgte mit einer elternabhängigen Studienfinanzierung dafür, dass Kinder von Eltern mit geringem Einkommen einen hohen Zuschuss zum Studium bekamen. Später wurde das BAFÖG teilweise oder ganz vorübergehend auf eine Darlehns-Studienfinanzierung umgestellt, die dann allerdings einen gewissen Abschreckungseffekt auf die Studienbereitschaft ausübte.

Inzwischen gibt es nicht nur das BAFÖG für Studenten, sondern auch ein Meister-BAFÖG: http://www.dir-info.de/beruf-bildung/das-meister-bafoeg-fuer-erwerbstaetige.html. Nach dem normalen BAFÖG können auch der Besuch einer allgemeinbildenden Schule in der Oberstufe ab Klasse 10 (einschließlich von Fachschulen oder Berufsfachschulen) in die Förderung des BAFÖG fallen. Im Grundsatz wird jede schulische und universitäre Ausbildung als Erstausbildung gefördert, die zum Berufsabschluss an einer Universität führt. Zweitausbildungen und Zweitstudien können nicht durch das BAFÖG gefördert werden. Allerding könnten die Studenten, die erfolgreich den Bachelor-Abschuss erreicht haben, in der BAFÖG-Förderung bleiben, wenn der Master-Abschluss auf dem Bachelor aufbaut.

Schüler erhalten das BAFÖG als Zuschuss, müssen es also nicht zurückzahlen. Studenten erhalten das BAFÖG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen vom Staat. Studiert der BAFÖG-Empfänger schneller als die Regelstudienzeit in seinem Fach, dann bekommt er vom Darlehen einen Abschlag geschenkt. Die Rückzahlungsbedingungen des Darlehens sind sehr günstig für den erfolgreichen Hochschulabsolventen gestaltet. Denn er braucht seine vorgesehenen Raten nur zu zahlen, wenn er gleichzeitig ein ausreichendes Einkommen hat. Daher ist das BAFÖG die erste Wahl bei der Studienfinanzierung für Studenten.

Finanziert wird durch das BAFÖG der Unterhalt des Studenten einschließlich eines Pauschalsatzes für Miete bei auswärtiger Unterbringung. Studenten, die bei ihren Eltern noch wohnen, bekommen also weniger BAFÖG. Vom Höchstförderungsbeitrag, der knapp ausreichend ist, um ohne zusätzliche berufliche Tätigkeit zu studieren, gibt es Abschläge, wenn das Einkommen oder Vermögen des Studenten oder seiner Eltern gewisse Freigrenzen übersteigt. Beim Einkommen liegen diese Freigrenzen bei dem Studenten bei etwa 400 Euro pro Monat. Ein Vermögen des Studenten von unter 5000 Euro wirkt sich auch nicht auf die Höhe des BAFÖG aus. Beim Einkommen der Eltern wird ein deutlich höherer Freibetrag zu Grunde gelegt. Vorteilhaft ist auch, dass die Einkommensteuererklärung vom Vorvorjahr zur Basis der Berechnung genommen wird. So kommen viele Studenten in den Genuss des BAFÖG, wenn ihre Eltern ein Einkommen hatten, das auch im mittleren Einkommensbereich liegt. Ein Antrag auf BAFÖG ist also für jeden Studenten für seine Studienfinanzierung zu empfehlen.

Anträge werden beim zuständigen BAFÖG-Amt gestellt, die meistens bei den Studentenwerken der jeweiligen Hochschule angesiedelt sind. Der Antrag wird immer für ein Jahr gestellt und kann dann bis zum Höchstförderungszeitraum immer wieder verlängert werden. So können mit dem BAFÖG viele Studenten sich die Basis ihrer Studienförderung sichern.

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