Mit Studienbeitragsdarlehen die Studiengebühren finanzieren 

In einigen Bundesländern sind vor einigen Jahren Studiengebühren eingeführt worden, die mit Semester-Zahlungen abzuleisten sind. So müssen die Studenten im größten Bundesland NRW 500 Euro je Semester an Studiengebühren zahlen. Man hat befürchtet, dass diese zusätzliche Kosten Studenten vom Studium abhalten.

Allerdings gibt es spezielle Kreditförderungen (über die bundeseigene KfW und über Länderbanken), wo man spezielle Darlehn zur Finanzierung der Studiengebühren beanspruchen kann. Damit soll sichergestellt werden, dass Studenten nicht allein wegen der Studiengebühren das Studium aufgeben oder gar nicht erst beginnen.

Einen Überblick über die einzelnen Länder mit Darlehnsanspruch und die dort gegenwärtig geforderten Zinssätze findet man auf der Webseite http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/studienbeitragsdarlehen.php#tabelle. Aus dieser Tabelle kann man auch erkennen, wie hoch der maximale Betrag für die Summe aller Studienbeitragsdarlehen für Studiengebühren jeweils ausfallen kann. Sehr interessant ist auch die letzte Spalte, die in etwa das Nettoeinkommen festlegt, ab dem erst eine Rückzahlung des Studienbeitragsdarlehens notwendig wird.

Wie man erkennt, sind die Regelungen und die Zinssätze für Studienbeitragsdarlehen sehr unterschiedlich. Ob man diese Unterschiede auch zur Wahl des Studienorts einsetzen sollte, ist aber fraglich. Tatsächlich zeigt sich aber, dass bei der Studienwahl Länder bevorzugt werden, die keine Studiengebühren erheben, bei denen man also auch kein Studienbeitragsdarlehen beanspruchen kann und muss.

Der Vorteil der Studienbeitragsdarlehen ist die relativ einfache Art der Beantragung. Sie wird mit der Rückmeldung verknüpft, die man zusammen mit einem Antrag auf das Studienbeitragsdarlehen abgibt, den man von der Website der zuständigen Bank herunterladen kann. Dies hat auch den Vorteil, dass man in den meisten Bundesländern jedes Semester neu über das Studienbeitragsdarlehen entscheiden kann.

Auch das Studienbeitragsdarlehen ist ein Kredit, der Zinskosten verursacht; deshalb sollte man diesen Kredit nur nutzen, wenn man ihn wirklich braucht. Neben der Möglichkeit in einem Bundesland zu studieren, das keine Studiengebühren erhebt, gibt es auch Befreiungsmöglichkeiten von den Studiengebühren in den anderen Bundesländern. Auch diese sollte man nutzen, bevor man ein Studienbeitragsdarlehen für die Studiengebühren beansprucht.

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