Risiken der Zahlungsmethode PayPal bei eBay und wie man wie vermeidet

Das große Risiko bei Käufen über Versteigerungsplattformen wie eBay ist, das man nach der Bezahlung keine oder nicht die versprochene Ware erhält. Oder das man als Verkäufer liefert und die Zahlung kommt nicht.

eBay Geldtransaktionen erfolgen häufig gegen Vorkasse und dies ist angesichts des selten möglichen direkten Anschauens des gekauften Ware immer mit einen Risiko verbunden. Auch für Verkäufer gibt es ein Zahlungsrisiko, z.B. wenn er die Zahlung mittels Einzugsermächtigung abwickelt. Denn eine solche kann innerhalb von 6 Wochen rückgängig gemacht werden.

Diese Problematiken sind eBay schon länger bekannt und daher hat man beim Marktführer für Versteigerungsplattformen das PayPal-System übernommen. PayPal ist eine Tochtergesellschaft von eBay, und betreibt das Geschäft der Online-Bezahlung für jeden möglichen Online-Dienst. Man spricht auch von einem "Micropayment-System", weil man durchaus kleinste Beträge für Online-Nutzungen mit PayPal abwickeln kann. Mit annähernd 200 Mio. Konten in 190 Ländern ist PayPal (auch dank eBay) der wichtigste Anbieter im Markt der Online-Bezahlsysteme. Benutzt wird PayPal ähnlich wie ein Girokonto, die Kontonummer ist faktisch die eigene E-Mail-Adresse.

PayPal bzw. eBay erklärt den Zahlungsschutz für Verkäufer wie folgt (Zitate am 17.7.2009 erfasst):

"Wenn Sie als Verkäufer besonders sichere Zahlungsmethoden anbieten, steigern Sie nicht nur Ihre Verkaufschancen, sondern auch das Vertrauen Ihrer Käufer. PayPal macht das Bezahlen auf eBay besonders sicher: Ihre Kunden profitieren vom kostenlosen Käuferschutz in unbegrenzter Höhe, Sie als Verkäufer genießen effektiven Verkäuferschutz bei Rückbuchungen von Lastschriften sowie innerdeutschen und nationalen Kreditkartenzahlungen. " (http://pages.ebay.de/sicherheitsportal/sicher-verkaufen.html)
"Der PayPal-Verkäuferschutz sichert Sie ab, wenn Ihre Käufer mit PayPal bezahlen [...]. Für den Fall, dass eine Zahlung einmal nicht reibungslos verläuft, gibt es unseren Verkäuferschutz. Wir sichern Sie rundum gegen Zahlungsausfall ab - und das sowohl bei Zahlungen aus Deutschland als auch aus aller Welt. "(https://www.paypal-deutschland.de/privatkunden/sicherheit/schutzprogramme/verkaeuferschutz.html )

Klingt nicht schlecht und gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Daher war ich sehr erstaunt, als ich vor kurzem die Fernsehsendung Markt vom WDR sah. Hier beschwerte sich ein Verkäufer über die Plattform eBay: Der Verkäuferschutz von PayPal bzw. eBay funktioniere nicht. Er habe einen Kameraobjektiv für mehr als 1000 Euro versteigert und verschickte die Kamera an eine vom Käufer bei eBay hinterlegte Adresse nach Litauen, nachdem von PayPal den Eingang der Zahlung bestätigt worden war. Doch kurze Zeit später habe PayPal eine neue Mail geschickt, dass das Geld auf dem Konto eingefroren sei.

Der Verkäufer hatte folgenden Fehler gemacht. Er hatte die Ware an eine Adresse nach Litauen geschickt, die nicht von PayPal bestätigt worden war. Dort war gar keine Adresse hinterlegt worden. Über welche Konten dann das Geld von PayPal abgeflossen war, lies sich nicht mehr recherchieren. Allerdings sorgte das Einschalten des WDR für eine Kulanzregelung für den Verkäufer. Für zukünftige Fälle sollte man folgende Tipps beachten:

1. Eine Auslieferung der Ware sollte man erst nach 3 Tagen nach Zahlungsbestätigung durch PayPal vornehmen, dann ist eine Rückbuchung nicht mehr zu erwarten.
2. Die Auslieferung der Ware sollte man nur an die von PayPal bestätigte Adresse vornehmen. Liegt dort keine Adresse vor, dann sollte man nicht liefern und den Vorgang rückabwickeln bzw. eine andere Zahlungsmethode mit Vorkasse wählen.

 

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