Tipps: Die Probezeit in einen neuen Job gut überstehen

Praktisch jedes Arbeitsverhältnis beginnt mit einer drei- bis sechsmonatigen Probezeit. Diese ist durch den Arbeitsvertrag und tarifvertragliche Regelungen bestimmt. Auch wenn keine schriftliche Regelung gelten sollte, existiert faktisch eine Probezeit, denn Kündigungen in den ersten sechs Monaten einer Beschäftigung können juristisch kaum geprüft werden.

Den überzeugenden Eindruck, den der oder die Neue im Auswahlverfahren hinterlassen hat, muss sich nun in der täglichen Praxis am Arbeitsplatz erfolgreich bestätigen. Hier kommt es nicht nur auf fachliches Können, sondern vor allem auf den Arbeits- und Kommunikationsstil an, der an die formellen und informellen Regeln im jeweiligen Betrieb angepasst werden muss. Man sollte also darauf achten, dass man diese Regeln in den ersten Tagen im neuen Betrieb wahrnimmt und sein Verhalten entsprechend anpasst. Auch gezielte Nachfragen, was denn hier nun üblich sei, haben noch keiner Neuanstellung geschadet.

Als Neuling wird man zunächst sehr kritisch von den Kollegen geprüft. Hier sollte man mit einer optimistischen und zurückhaltenden Selbstpräsentation versuchen, Punkte zu machen. Wer sich hingegen allzu selbstbewusst gibt und meint, er könne alles umkrempeln, der wird möglicherweise schnell Probleme bekommen. Man geht davon aus, dass bis zu 15 % der neuen Jobs während der Probezeit wieder aufgelöst werden. Hat man hingegen diese Zeit gut überstanden, dann sinken die Kündigungszahlen deutlich ab.

Relativ selbstverständlich ist der gern gegebene Tipp, dass man freundlich mit seinen Chefs und Kollegen umgehen soll. Weniger selbstverständlich ist der Hinweis auf das "aktive Zuhörern". Dies meint vor allen, dass man sich am Anfang seiner Arbeit durch Rückfragen immer wieder versichern lässt, dass man einen bestimmten Hinweis auch gut verstanden hat. In langjährigen Arbeitsverhältnissen gelten oft bestimmte Sprach-Regelungen und Verhaltensanforderungen, die für einen Neuen nicht so ohne weiteres verständlich sind.

Kommt es mal von Seiten der Vorgesetzten oder Kollegen zu Kritik, dann muss man damit souverän umgehen können. Am besten man stellt sich auf den Standpunkt, dass Kritik eine Hilfestellung gibt und bedankt sich dann für diese Hilfestellung. Auch wenn keine Kritik öffentlich geübt wird, dann sollte man merken, wenn sich kritische Einstellungen im Hintergrund anbahnen. Hier ist es kein Fehler, von sich aus aktiv die Rückmeldung einzufordern.

Ebenfalls sehr vorteilhaft ist es, wenn man schon während der Probezeit und insbesondere gegen deren Ende gezielt ein Beurteilungsgespräch mit seinem direkten Vorgesetzten sucht. Dieser hat oft entsprechend der Firmenanforderungen sowieso einen schriftlichen Bericht anzufertigen, um den Erfolg der Probezeit zu dokumentierten. Wer also von sich aus auf seinen Chef zugeht, der hat die besseren Chancen hier seine Sichtweisen einzubringen.

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