Tipps für die Gehaltsverhandlung mit dem Chef

In den aktuellen Zeiten, die durch Wirtschaftskrise gekennzeichnet sind, trauen sich viele Mitarbeiter nicht mehr, eine Gehaltsverhandlung mit dem Chef anzugehen, da sie um Ihren Job fürchten. Doch diese Sorge ist unbegründet, denn wenn sie stetig eine überzeugende Leistung gezeigt haben, dann wird man sie wegen des Wunsches nach Gehaltserhöhung wohl kaum negativ bewerten. Wichtig ist aber, den richtigen Zeitpunkt für ein solches Gespräch zu finden. Also dann, wenn der Chef Zeit hat und sowieso über die Karriereentwicklung gesprochen wird. "Karriereentwicklung" ist hier auch das Stichwort, mit dem man den Gesprächstermin vereinbaren sollte. In vielen Betrieben sind solche Gespräche auch einmal im Jahr vorgesehen.

Das aktuelle Gehalt sollte den Ausgangspunkt einer Gehalts-Kalkulation darstellen. Zu einer fundierten Einschätzung sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Neben dem branchenspezifischen Durchschnittsgehalt müssen auch regionale Aspekte berücksichtigt werden. Man sollte alle Möglichkeiten der Information nutzen, um zu Vergleichszahlen zu kommen. Hierzu gibt es im Internet und bei Fachzeitschriften Recherche-Möglichkeiten. Diese beinhalten meist ein weites Spektrum. In Ballungszentren und in Regionen mit relativ niedriger Arbeitslosenquote sind die oberen Grenzen eher relevant; auf dem Lande und in Regionen mit relativ hoher Arbeitslosigkeit kommt eher die untere Grenze in Betracht.

Falls es eine Mitarbeitervertretung im Betrieb gibt, dann hat diese auch Recherchemöglichkeiten zu den Gehältern im Betrieb. Diese dürfen zwar nicht direkt kommuniziert werden, aber der Betriebsrat kann durchaus feststellen, ob das eigene Gehalt im üblichen Rahmen liegt.

Sollte man feststellen, dass das eigene Gehalt deutlich unter dem branchenüblichen oder regionalen Satz liegt, dann sollte man das Feedback-Gespräch mit seinem Vorgesetzten nutzen, um zu einer Gehaltsanpassung nach oben zu kommen. Man fragt zunächst nach der Zufriedenheit des Chefs mit der geleisteten Arbeit und dann nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten. Sollte dann der Chef positiv gestimmt sein, dann kann die Gehaltserhöhung zum Thema werden. Man sollte auch auf die Frage nach der gewünschten Höhe gut vorbereitet sein. Auf Rückfrage nennt man die vorher überlegte Eurozahl und begründet diese auch. Diese Zahl muss auch etwas Luft für Verhandlungen haben.

Sollte während des Gesprächs zunächst keine Einigung erzielt werden können, dann ist dies auch kein Beinbruch. Man bleibt freundlich und visiert das nächste Führungsgespräch an. Und man versucht sich mit dem Chef auf Kriterien zu einigen, wie denn die gesteigerte Leistung für beide Seiten nachvollziehbar wird.

 

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