Überzeugen wie beim Vorstellungsgespräch Bildungsgutschein beantragen

Gründe für eine Umschulung gibt es viele. Heute bestehen diese aber weniger aus gewöhnlichen Zukunftsängsten oder Unzufriedenheiten im erlernten Beruf. Die aktuelle Wirtschaftslage hat viele Berufsfelder unsicher gemacht. Und das trifft nicht nur auf besonders gängige Berufsfelder wie beispielsweise den Einzelhandel, das Handwerk oder auch die Informatikbranche zu. Betroffen ist mittlerweile fast jeder Betrieb und somit auch jeder dritte Arbeitnehmer.

Eine Umschulung ist heute also für viele Erwerbstätige die letzte Hoffnung, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen oder diese abzuwenden, wenn sie bereits droht. Um Betroffenen wieder zu einem sicheren Stand im Berufsleben zu verhelfen, ist der Bildungsgutschein Umschulung der Agentur für Arbeit gedacht. Dieser übernimmt alle anfallenden Umschulungskosten - nicht selten sogar inklusive der oftmals mit der Umschulung anfallenden Reise- und Unterbringungskosten. Das hat natürlich große Vorteile für den Umschulenden, denn die durch eine Umschulung entstehenden Kosten sind nur in den seltensten Fällen problemlos privat tragbar. Sie belaufen sich schnell auf mehrere Hundert Euro. Zudem treten lange Zeiten des Verdienstausfalles hinzu, da Umschulungen wie eine Ausbildung vollzeitig ablaufen und über mehrere Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Allerdings ist es kein Zuckerschlecken an einen der begehrten Bildungsgutscheine Umschulung zu gelangen.

Bei dieser Art von Bildungsgutschein handelt es sich um eine so genannte „Kann-Leistung" des Staates. Sie steht Menschen zu, die nachweislich bereits arbeitslos sind, denen Arbeitslosigkeit bereits droht oder die nur sehr schwer oder gar nicht mehr in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren können. Dennoch liegt es im freien Ermessen des zuständigen Berufsberaters, ob der Antragsteller die Zuschussbewilligung bekommt oder ob diese abgelehnt wird. Umso überzeugender der Antragsteller jedoch vorgeht, umso wahrscheinlicher ist die Chance eine Zusage zu erhalten.

Dazu sollte sich der Interessent erst einmal vor Augen führen, dass er bei der Vorsprache für den Bildungsgutschein - wie bei einem Vorstellungsgespräch - überzeugen muss. Man sollte sich also noch vor der Antragstellung über mögliche, unterstützte Berufsfelder und genaue Umschulungsmöglichkeiten informiert haben. Nicht alle Berufsfelder und -Gruppen sind in den speziellen Umschulungs-Listen der Agentur für Arbeit vertreten. Dies sollte vorher, zum Beispiel auf der Internetseite der Arbeitsagentur, genau geprüft werden. Außerdem muss der ausgewählte Bildungsträger, der die Umschulung durchführt, durch die Arbeitsagentur lizenziert sein.

Anders sieht es übrigens aus, wenn man bereits einen Betrieb oder eine Einrichtung gefunden hat, der/die den Betroffenen nach einer erfolgreichen Umschulung auf jeden Fall für mindestens sechs Monate einstellen würde. Hier wird der Bildungsgutschein Umschulung in den meisten Fällen direkt und problemlos bewilligt. Allerdings muss ein gültiger Arbeitsvertrag vorgelegt werden.

 

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