Die Umschulung zur Erzieherin ist nicht bundeseinheitlich geregelt

Wie auch schon die Ausbildung, ist auch die Umschulung zur Erzieherin noch nicht bundeseinheitlich geregelt, was sich auf die Dauer, Finanzierung und nicht zuletzt auch die Struktur dieser Qualifizierung auswirkt.

In der Regel sind jedoch zwei Jahre theoretischer Schulung vorgesehen, bei denen die Teilnehmenden der Umschulungsmaßnahmen auf den Arbeitsalltag in einer Kindertagesstätte, einem Hort, einer Kinderkrippen, in Kindergärten, in einem Erholungs- und Ferienheimen sowie in Jugendzentren und nicht zuletzt auch in Kinder- und Jugendwohnstätten vorbereitet werden.

Hierbei stehen vor allem die Vermittlung pädagogischer Grundlagen, wie aber auch Unterrichtseinheiten in Deutsch, Englisch, Mathematik, Wirtschafts- und Sozialpolitik (Pflichtbereich). Vor allem jedoch konzentriert sich eine Umschulung zur Erzieherin auf die berufsbezogenen Inhalte, d.h. die Lernendenden zu befähigen, Gruppen-, Bildungs- und Entwicklungsprozesse anzuregen, zu begleiten und zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse, Strukturierung und Mitgestaltung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sowohl durch kreative, wie aber auch strukturelle Leitfäden. Die Weitentwicklung der Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen ist dabei ebenso wichtig wie deren intensive Begleitung in besonderen Lebenssituationen.

Schließlich müssen angehende Erzieher/innen in der Lage sein, pädagogische Konzepte mitzugestalten, auszuarbeiten und vor allem auch umzusetzen. Dabei muss stets immer auch darauf geachtet werden, die Qualität der Arbeit zu sichern und durch Supervision stetig zu verbessern.
Teamarbeit und Unternehmensführung sind hierbei nicht nur in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Mittel sehr wichtig.

Eine Umschulung zur Erzieherin besteht aus theoretischem Unterricht und berufspraktischer Ausbildung in Form verschiedener Praktika in unterschiedlichen sozialpädagogischen Einrichtungen. Dies dient unter anderem auch dazu, den angehenden Erzieherinnen und Erziehern bei der Spezialisierung auf eine Einrichtung zu unterstützen. Nach der zweijährigen Ausbildung und der erfolgreichen schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung, erfolgt in der Regel ein berufspraktisches Jahr.

Die Kosten für die Umschulung übernimmt meist die Bundesarbeitsagentur, wobei sich die Förderdauer je nach Bundesland unterscheidet. (Umschulung-wie hilft das Arbeitsamt?) Schulgeld wird nur selten gezahlt. Ebenso müssen sich Teilnehmer von Umschulungen darauf vorbereiten, dass sie während der Vollzeit-Ausbildung keinem weiteren Job nachgehen können und somit eventuell weitere Unterstützung seitens der Arbeitsagentur bzw. der kommunalen Jobcenter / Ämter für Grundsicherung oder auch (Meister)BAföG beantragen müssen. Auch können das berufspraktische Jahr und eventuell auch das ein oder andere Praktikum entfallen, wenn eine entsprechende Vorbildung/Berufsausbildung vorgewiesen werden kann.

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 1.0 / Prozent: 20% , Stimmen: 1

Artikelinformationen