Umschulung zum Mediengestalter

Die Wandlung der vor allem neuen Medien zum zentralen Kommunikationsorgan moderner Gesellschaften erzeugt immer wieder auch das Bedürfnis nach Erweiterung der technischen Möglichkeiten. Insofern werden auch die Ansprüche an die in diesem Bereich angestellten Fachkräfte höher, wie auch der Bedarf nach neuen Spezialisten täglich wächst.

Daher ist eine Umschulung zum Mediengestalter natürlich keine Jobgarantie, in jedem Fall jedoch eine spannende Perspektive mit Hinblick auf die Integration immer neuer Features im Bereich IT und mobile Kommunikation. Ähnlich anderer Maßnahmen, dauert auch die Umschulung zum Mediengestalter zwei Jahre. Voraussetzungen sind in der Regel ein Realschulabschluss und/oder eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. langjährige Berufspraxis, wenn möglich in einem ähnlichen Berufsfeld (Werbetechniker/in, Informatikkaufmann- und Kauffrau, Fachinformatiker/in, etc.).

Eine eher formale Vorgabe für die Genehmigung durch die Arbeitsagentur ist, dass nach der Umschulung die Vermittlungschancen signifikant gestiegen sein werden, d.h. dass wie bei allen Umschulungen eine gewisse 'Erfolgsgarantie' im Sinne guter Jobchancen auf dem ersten Arbeitsmarkt gegeben sein müssen. Im Falle des/der Mediengestalter/in kann man insofern davon ausgehen, als dass es zahlreiche Internetpräsenzen und Projekte rund um das Thema Mediengestaltung gibt, die zumindest theoretisch erfolgreiche Wiedereingliederungen versprechen, nicht zuletzt auch aufgrund der schnellen Entwicklung aller IT-Technologien.

Neben den Kernqualifikationen wie der Umgang mit spezifischer Software (Betriebssysteme, Grafikprogramme) und Grundlagen der Gestaltung und Bildbearbeitung, werden in einer späteren Phase auch die Produktion und Integration verschiedener Medien, wie aber auch die Betreuung von Autorensoftware (beispielsweise Content Management Systeme) und die Erstellung eines Storyboards für E- Shop- oder E-Learning-Systeme vermittelt. Aber auch Fächer wie Fachenglisch oder Umweltschutz stehen auf dem Rahmenlehrplan.

Ein Betriebspraktikum von ca. 6 Monaten ist in der Regel obligatorisch, kann jedoch verkürzt werden, wenn man entsprechende Berufspraxis vorweisen kann. Ebenso kann es unter bestimmten Umständen - wenn man beispielsweise ein medienrelevantes (Grund)Studium erfolgreich absolviert hat - möglich sein, die gesamte Umschulungsdauer zu verkürzen. Dies muss jedoch stets mit der Arbeitsagentur und dem entsprechenden Träger im Vorfeld abgestimmt werden.

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