Umschulung zum Ergotherapeuten 

Umschulungen zum Ergotherapeuten sind nach wie vor stark im Kommen. Zum einen weil der gesellschaftliche Bedarf am Dienstleistungsbereich der Ergotherapie immer weiter wächst und zum anderen, weil immer mehr berufliche Umsteiger Interesse an diesem zeigen.

Die Gründe liegen auf der Hand: Aufgrund der heutigen Gesundheitslage ist der soziale und gesundheitliche Berufszweig stärker gefragt denn je. Doch das alleine reicht nicht aus, um eine Umschulung zum Ergotherapeuten befürworten zu können. Dies sollte nicht zuletzt beachtet werden, wenn diese mit Hilfe der Agentur für Arbeit angegangen werden soll. Denn der Bildungsgutschein, der Arbeitslosen - oder Menschen denen eine Arbeitslosigkeit droht - eine Umschulung finanziert, ist eine „Kann-Leistung" des Staates und wird heute nur noch in Fällen der Notwendigkeit ausgestellt. Daher: Wenn es keine andere Berufslösung mehr gibt. Der Interessent muss also ungelernt oder unfähig sein, den erlernten Beruf weiter auszuüben. (siehe auch: Umschulung wegen Krankheit) Nur wenn die Chancen - ohne eine Umschulung absolviert zu haben - auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen sehr gering sind, sind die Aussichten auf einen Bildungsgutschein für die Umschulung Ergotherapeut recht gut.

Doch auch dann ist dies kein Grund sich allein auf die Tatsache der Aussichtslosigkeit zu stützen. Letztendlich entscheidet der zuständige Sacharbeiter im Einzelfall ob er einen Bildungsgutschein für die Umschulung Ergotherapeut ausstellt oder ob er es nicht tut. Der Interessent sollte diesen also bei seinem Beratungs- und Antragsgespräch über seine Qualifikationen für eine Umschulung Ergotherapeut überzeugen können. Die besten Argumente sind oftmals, dass dieser Beruf der einzig Richtige ist. Daher bieten sich nicht selten Erfahrungen oder eine bestehende Berufsausbildung in einem verwanden Beruf als Hauptargument an. Allerdings muss auch ein Ergotherapeut körperlich belastbar und fit sein. Wer seinen Beruf in der Altenpflege also aufgrund von Rückenbeschwerden nicht mehr ausüben kann, wird in der Ergotherapie, und auch bei der Nachfrage nach einer entsprechenden Umschulung, schlechte Karten haben. Die zurrecht gelegten Argumente, die für die Umschulung zum Ergotherapeuten sprechen, sollten also gut durchdacht sein. Zudem sollten mögliche Einwände, die der Sachbearbeiter einbringen könnte, glaubwürdig entkräftet werden können.

Besonders schwer werden es Interessenten haben, die keinerlei Erfahrungen im Bereich des sozialen und gesundheitlichen Berufszweiges haben. Hier helfen natürlich aussagekräftige Argumente wie die, dass im ehemaligen Beruf gerade des fehlenden Sozialkontaktes wegen, der Spaß und die berufliche Leidenschaft auf der Strecke blieben. Besser eignen sich allerdings vorliegende Berufserfahrungen, die beispielsweise ehrenamtlich oder in verschiedenen Praktika gesammelt werden können. Finden diese allerdings im Rahmen der Arbeitslosigkeit statt, müssen sie vor dem Antritt mit der Agentur für Arbeit abgesprochen und durch diese genehmigt werden.

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