Umschulung zum Fotograf 

Der Job des Fotografen ist für viele Menschen ein beliebtes Hobby, welches jedoch nur die wenigsten von ihnen zu ihrem Beruf machen. Doch warum nicht, wenn das Talent vorhanden ist und der Wille stark genug?

Das ist eine der Fragen, die sich viele Hobbyfotografen stellen, wenn Arbeitslosigkeit droht - oder diese bereits lange vorherrscht - und der Wunsch nach neuen beruflichen Perspektiven aufkommt. In einem solchen Fall endet die Suche nach diesen Perspektiven nicht selten bei den Hobbys, Talenten und Leidenschaften, die man zum Beruf machen könnte. Warum also nicht eine Umschulung zum Fotografen anstreben?

Im Grunde spricht nichts dagegen, eigentlich spricht sogar Einiges dafür. Jährlich schulen tausende Arbeitslose in Standartberufe wie in den des Industriekaufmanns, der Arzthelferin oder auch des Gärtners um. Und genau hier liegt der nicht zu unterschätzende Knackpunkt: Rein theoretisch gesehen sind die Chancen in einem spezielleren Berufszweig - wie etwa dem des Fotografen - sehr viel höher als in einem häufig gewählten Berufsfeld, da hier die Konkurrenz im Durchschnitt weniger groß ist. Allerdings sollte man bedenken, dass die meisten angehenden und tätigen Fotografen ihr Handwerk verstehen. Man sollte also selber Talent mitbringen, damit sich auf dem Markt nach der Umschulung tatsächlich Chancen ergeben. Daher sollte sich eine Umschulung Fotograf nicht nur finanzieren lassen, sondern auch Sinn ergeben. Denn die Kunst des Fotografierens lässt sich nicht von der Pike auf erlernen. Mann kann das vorhandene Talent herausarbeiten sowie Feinheiten und den letzten Schliff zum Profi-Fotografen vermitteln. Doch in keinem Fall lassen sich das Talent und der „besondere Blick", über den ein Fotograf verfügt, durch ein paar bloße Übungen und Fachwissen lernen.

Aus diesem Grund wird es für einen Interessierten nicht einfach sein, im Falle einer Arbeitslosigkeit, eine finanzielle Unterstützung durch die Agentur für Arbeit zu erlangen. Zwar steht der Beruf des Fotografen auf der Umschulungsliste der Agentur, doch werden gerade hier starke Abstriche gemacht. Der Interessent sollte also bei seinem Wunsch zur Umschulung Fotograf überzeugen können, wie bei keinem anderem Umschulungsvorhaben. Zahlreiche handfeste Erfahrungen im theoretischen und praktischen Bereich sind ein absolutes Muss. Zudem muss der zukünftige Fotograf sich im Regelfall selber nach einem zertifizierten Kurs- und Umschulungsangebot umschauen, da es nur selten direkte Angebote über die Arbeitsagentur gibt.

Natürlich kann man auch ohne die Unterstützung der Arbeitsagentur eine Umschulung zum Fotografen angehen. Entsprechende Kursangebote gibt es deutschlandweit zahlreiche. Durchschnittlich dauern diese allerdings rund drei Jahre und die auftretenden Kosten müssen vom Umschulenden selber getragen werden. Eine Vergütung gibt es bei einer Umschulung zum Fotografen nur selten, da sie größtenteils von schulischer Natur ist.

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