Umschulung zum Gärtner 

Die Liebe zur Natur ist nur einer der vielen Gründe, die eine Ausbildung oder auch eine Umschulung zum Gärtner und Landschaftsbauer antreiben können. Der, der Arbeitslosigkeit zu entkommen ist sicherlich nur einer davon.

Jährlich schulen deutschlandweit zahlreiche arbeitslose Erwerbstätige, oder die, denen eine Arbeitslosigkeit droht, zum Gärtner um, um ihre Chancen auf dem wankelmütigen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Denn heute gehen statistisch gesehen nur die wenigsten Menschen noch in ihrem ursprünglichen Ausbildungsberuf in Rente. Vielmehr orientieren sie sich in ihrem Leben mindestens zweimal komplett um. Dabei ist der Gesamttrend zur Umschulung steigend, was ebenfalls an der Lage auf dem Arbeitsmarkt liegt. Viele Betriebe bauen stetig Personal ab, beschäftigen kostengünstige Kurz- und Zeitarbeiter oder müssen andere Sparmaßnahmen einleiten. Da auch der Garten- und Landschaftsbau nicht von dieser Gesamtsituation verschont bleibt, sollte man sich also trotz allem nichts vormachen. Auch im Garten- und Landschaftsbau benötigt man das gewisse Etwas, um bei der späteren Jobsuche wirklich Vorteile genießen zu können: Unter anderem Talent, sowie Liebe zur Natur und zum Detail.

Umschulung Gärtner steht auf den üblichen Umschulungslisten der Agentur für Arbeit. Das bedeutet, dass die Umschulung im Einzelfall komplett von der Arbeitsagentur finanziert werden kann - sofern der Sachbearbeiter dies als sinnvoll erachtet. Das bedeutet aber auch, dass die Umschulung Gärtner besonders oft von umorientierenden Jobsuchenden angestrebt wird. Kurse- und Umschulungsangebote gibt es deutschlandweit viele. Sie werden zum einen direkt durch die Agentur für Arbeit, aber zum anderen auch von diversen Bildungsträgern, Hochschulen, Fernschulen und Universitäten angeboten. Die meisten Umschulungsangebote des Gärtnerberufes enthalten zudem große praktische Teile, die nicht selten vergütet werden. Dies wird allerdings, im Falle einer Finanzierung durch die Arbeitsagentur, mit den Leistungen der Agentur verrechnet. Die durch die Arbeitsagentur gezahlten Leistungen, die bei einer Umschulung den ursprünglichen Arbeitslosen-Leistungen plus einer Fahrtkostenpauschale entsprechen, erhöhen sich also nicht.

Da der Beruf des Gärtners allerdings auch einige Tücken mit sich bringt - etwa die ständige Arbeit im Freien, egal bei welchem Klima und Wetter -, wird die Umschulung nicht selten von vielen Jobsuchenden wieder abgebrochen. Das führt dazu, dass die Arbeitsagentur bei der Bewilligung von entsprechenden Umschulungen besonders stark die Spreu vom Weizen trennt. Wer eine Umschulung Gärtner absolvieren will, sollte also etwas Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft mitbringen. Zum einen, weil der zuständige Sachbearbeiter der Arbeitsagentur davon überzeugt werden muss, dass man es ernst meint. Zum anderen muss man jedoch auch, unter anderem bei späteren Vorstellungsgesprächen, genau diese üblichen Zweifel der Personalleitung aus der Welt schaffen.

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