Umschulung zum Immobilienkaufmann

Das Berufsbild des Immobilienkaufmanns bzw. der Immobilienkauffrau ist mindestens so vielfältig wie jene Gebäude und Objekte, die es als Fachmann/Fachfrau der Immobilienwirtschaft zu verwalten, verkaufen, vermieten oder verpachten gilt.

Dabei steht die Bewirtschaftung von Immobilien aller Art im Mittelpunkt der Ausbildung und der späteren Tätigkeit. So bilden die Vermietung, Verpachtung oder auch der Kauf und Verkauf von Immobilien ebenso zentrale Tätigkeitsschwerpunkte, wie auch Objekte analysiert und bewertet, Grundstücksangebote geprüft und schließlich auch Exposés erstellt werden müssen.

Genauso kümmert sich ein Immobilienkaufmann bzw. eine Immobilienkauffrau um die professionelle Begleitung bei Bauvorhaben jeglicher Art, um die Ermittlung von Kaufpreisen, um Grundbucheintragungen und natürlich auch um das Erstellen von Kauf-, Miet- und Pachtverträgen von Wohnungen, Häusern oder auch Gewerbeimmobilien.

Schließlich sind auch Kenntnisse im Bereich Grundstücksrecht, Bau- und Mietrecht bzw. Steuer- und Kaufvertragsrecht zwingend notwendig.

Bei einer Umschulung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau erwarten die angehenden Fachmänner- und Frauen für Immobilienwirtschaft dieselben Aufgaben, wie auch entsprechende Lern- und Ausbildungsinhalte vermittelt werden. In der Regel beträgt die Dauer der Umschulung zwischen 22 und 24 Monaten, wobei ein Betriebspraktikum von sechs bis sieben Monaten meist eingeschlossen ist. Dabei setzen einige Träger darauf, dass die Teilnehmenden in den ersten fünf bis sechs Monaten die Grundlagen der Immobilienwirtschaft vermittelt bekommen. Danach schließt sich das Praktikum an und schließlich werden die Teilnehmenden auf die Abschlussprüfung (im besten Fall vor der IHK) vorbereitet.

Die Kosten variieren von Bildungsträger zu Bildungsträger und können bis zu 10.000 Euro und mehr betragen, wobei hierbei bereits Kosten für Unterrichtsmaterialien bzw. auch (IHK)-Prüfungsgebühren mit inbegriffen sind.
Neben der Möglichkeit, dass Interessierte an einer Umschulung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau die Kosten selbst tragen, gibt es auch die Option einen Bildungsgutschein bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu beantragen. Hierbei ist zu beachten, dass der Träger unbedingt gemäß AZWV zertifiziert sein muss. Mitunter bieten Bildunsgträger den Teilnehmenden auch eine zinsfreie Ratenzahlung an.

Zugangsvoraussetzungen sind in der Regel eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und/oder ein Hochschulstudium bzw. berufspraktische Erfahrungen in der Immobilienwirtschaft. Diese Qualifikationen sind nicht nur wichtig, damit Interessierte vom Bildungsträger zugelassen werden, sondern auch, damit die Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein für diese Umschulung bewilligt.

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