Umschulung zum Schauspieler

Für manche mag es ein Kindheitstraum sein: Schauspieler werden und über die roten Teppiche der größten Metropolen laufen. Doch wie soll das gehen, wenn man schon lange in seinem Job steckt und keine richtige Schauspielerfahrung vorweisen kann? Wir zeigen Ihnen die zwei Wege, wie eine Umschulung zum Schauspieler klappt.

Bild: © istock.com/seandeburca

Klein anfangen

Nehmen Sie sich für den Anfang nicht zu viel vor und fangen Sie klein an. Das kann bedeuten, dass Sie zunächst Teil einer Schauspiellaiengruppe werden und kleinere Theaterstücke aufführen, oder auch mit passendem Kostüm Weihnachtsmann spielen. Denn auch für diese Dinge braucht es schauspielerisches Talent. Jobs wie Messehostessen, Weihnachtsmänner und Ähnliches sind also eine gute Übung.

Ein zweiter grundlegender Schritt in Richtung Erfolg ist der Beitritt in eine Castingagentur wie Blank und Biehl. Denn hier kommt es nicht auf eine schauspielerische Ausbildung, sondern auf Talent an. Die meisten Agenturen suchen Statisten, aber auch Darsteller für Haupt- und Nebenrollen. Bewerben Sie sich einfach, machen Sie einen Termin aus und stellen sich vor! Vorsicht: die Aufnahme in die Kartei sollte kostenlos sein. Wird von Ihnen vorab eine Zahlung verlangt, halten Sie Abstand von diesem Angebot.

Ablauf in einer Castingagentur

Bei der Castingagentur werden Sie fotografiert, müssen eine Szene vorspielen und dann einen Fragebogen ausfüllen mit ihren Hobbys, Erfahrungen, etc. Hat die Castingagentur einen geeigneten Job für Sie in Aussicht, wird sie sich bei Ihnen melden. Einen besseren Eindruck können Sie durch schon absolvierte Praktika (→Tipps zur Praktikumsbewerbung) hinterlassen. Für Statistenrollen muss man in der Regel nicht vorsprechen.

Der klassische Weg: Schauspielschule

Fakten:

  • In Deutschland gibt es 12 staatliche Schauspielschulen
  • Im Schnitt kosten sie zwischen 100-500 Euro pro Semester
  • etwa 300 Plätze, aber 5000 Bewerber pro Jahr
  • Die Ausbildung dauert drei bis vier Jahre
  • alle Teilnehmer müssen sich einem mehrteiligen Aufnahmetest unterziehen

Der Aufnahmetest am Beispiel der "Schule für Schauspiel" in Hamburg

Die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in Hamburg ist jederzeit möglich, sodass man einen Termin vereinbaren kann, wenn man sich auch bereit dazu fühlt. Die formalen Bedingungen sind der ausgefüllte Aufnahmeantrag, ein Lebenslauf, ein Foto und eine Prüfungsgebühr von 60 Euro.

Der Aufnahmetest

Die Anwärter müssen einen klassischen Monolog (bis 1900) und einen modernen Monolog (ab 1900) vortragen, sowie ein Lied nach Wahl vorsingen. Die Prüfung beginnt mit einem gemeinsamen Körper- und Schauspieltraining und geht dann in das Vorsprechen der ausgewählten Monologe über. Jeder Monolog erhält hierfür eine Zeit von fünf Minuten. Danach wird vorgesungen und zum Schluss gibt es Improvisationsaufgaben oder Arbeit am Text. Im besten Fall wird dem Bewerber im nachfolgenden Feedback ein Ausbildungsplatz angeboten.

Auch Quereinsteiger können sich bewerben, es gibt keine Altersbegrenzung! Weitere grundlegende Tipps finden Sie in unserem Ratgeber für Umschulungen.

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