Umschulung zur Hebamme

Der Beruf der Hebamme erweist sich als zunehmend beliebter und gefragter. Dabei spielen auch viele Angestellte aus dem pflegerischen und medizinischen Bereich mit dem Gedanken, ihre Anstellung als Krankenschwester/Krankenpflegerin, Physiotherapeutinnen, etc. aufzugeben und eine Umschulung als Hebamme anzugehen. Hierbei sei jedoch gesagt, dass es eine 'klassische' Umschulung wie in anderen sozialen oder aber auch kaufmännischen Berufen in dem Sinne nicht gibt.

Eine Umschulung zur Hebamme bedeutet im Prinzip immer auch eine vollwertige Berufsausbildung von im Schnitt drei Jahren. Verkürzt kann diese Zeit eventuell nur dann, wenn Interessierte eine abgeschlossene Ausbildung als Krankenschwester/Krankenpflegerin und entsprechende Berufspraxis vorweisen können. Hier muss dann die ausbildende Schule entscheiden, ob eine Verkürzung der Ausbildungszeit auf zwei Jahre zulässig ist.

Insofern folgt auch die 'Umschulung' den Ausbildungsrichtlinien für Hebammen. Diese sehen vor, dass gut 1600 Stunden Theorie und 3000 Stunden praktische Ausbildung an Krankenhäusern und Hebammenschulen absolviert werden müssen. Dabei müssen Auszubildende damit rechnen, dass sie im Kreißsaal, auf der Wochen- und Neugeborenenstation im Operationssaal, in Kinderkliniken und nicht zuletzt auch in einer freien Praxis eingesetzt werden. Arbeiten im m Schichtdienstsystem (Früh-, Zwischen-, Spät- und Nachtdienst) ist dabei ebenso vorgeschrieben, wie auch ein entsprechendes Ausbildungsentgelt gezahlt wird. Schließlich wird die Ausbildung mit einer staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil besteht, abgeschlossen.


Um sich also nach der Umschulung staatlich anerkannte, geprüfte Geburtshelferin nennen zu dürfen, muss im Prinzip eine vollwertige Ausbildung in Vollzeit absolviert werden. Insofern ist die Zustimmung nicht abhängig von der Arbeitsagentur, sondern vielmehr von der Annahme der Beweerbung bei den ausbildenden Hebammenschulen. Hier gelten entsprechende Zugangsvoraussetzungen, die eine gesundheitliche Eignung, einen (qualifizierten) Realschulabschluss oder aber einen Hauptschulabschluss und eine mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung vorsehen. Ein Kurzzeit-Praktikum in einer relevanten Einrichtung oder bei einer freiberuflich tätigen Hebamme können die Aufnahme günstig beeinflussen, da es sehr viele Bewerber bei den entsprechenden Schulen gibt.

 

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 3.0 / Prozent: 60% , Stimmen: 1

Artikelinformationen