Erziehung & Unterricht

Die Entwicklung der Wissensvermittlung hat in den letzten Jahren ohne Zweifel zahlreich Veränderungen erlebt. In erster Linie ist hierfür der Einfluss der neuen Medien verantwortlich, wie aber auch neue Erkenntnisse aus der Forschung.

Somit bildet der Unterricht zwar immer noch den Kern jeglicher Wissensvermittlung und damit auch der Bildung im Allgemeinen. Dennoch haben sich die Formen des Unterrichts quer durch alle Alters- und Lernstufen stark verändert. Die Abkehr vom reinen Frontalunterricht und die Hinwendung zu einer eher praxisorientierten Vermittlung von Wissen hat ihrerseits neue Methoden, Notwendigkeiten und Materialien notwendig gemacht. Ebenso bedarf es ergänzender wissenschaftlicher Unterstützung, um aktuelle Ergebnisse der Forschung in die Praxis übertragen zu können.

Sei es nun der Fremdsprachen-, Sport- oder auch Mathematikunterricht an den staatlichen Schulen oder auch die berufliche Aus- und Weiterbildung: Unterricht bedeutet heute mehr denn je die Ausrichtung zur Klasse, zur Praxis und damit zum Nutzen und zur Anwendung des Erlernten im (beruflichen) Alltag hin.
Ein 'Entrümpeln' der klassischen Lehrpläne- und Materialien zugunsten des Einzugs neuer Medien und Methoden ist somit ein Erfolg versprechender Anfang bezüglich zeitgemäßen Unterrichts.
Weiterhin sind eine aktive Beteiligung der Klasse am Unterricht und auch das Delegieren von Aufgaben eine gute Vorbereitung für die Zeit nach der Schule, der Aus- oder auch Weiterbildung. Verantwortung zu übernehmen und diese nicht gleichzeitig mit der Klausur oder Hausaufgabe abzugeben - dies fördert Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein und auch das aktive Anwenden der im Unterricht erworbenen Kenntnisse.

Insofern sind Projekt- und Partnerarbeiten, 'virtuelle' Firmengründungen oder gar das Vorbereiten auf ein Leben von Transferleistungen sicher gewöhnungsbedürftige, dennoch aber auch notwendige neue Ansätze im Unterricht.