E-Learning – Alternative zum Bücherwälzen?

Das Studieren an einer Hochschule gilt rückblickend oft als schönste Zeit des Lebens. Schließlich lassen sich die Stundenpläne oft frei einteilen und die Freizeit kommt auch nicht zu kurz. Wären da nicht die lästigen Prüfungen. Anstelle von althergebrachten Lernmethoden erfreut sich heute das sogenannte E-Learning zunehmender Beliebtheit.

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Am Semesterende wartet die Prüfung

Die Prüfungen stellen häufig den krönenden Abschluss eines Semesters dar. Wer es mit der Organisation des Lehrmaterials und dem Selbststudium in den vergangenen Monaten nicht so ernst genommen hat, der bekommt hier häufig die Quittung für seine Nachlässigkeit. Andere wiederum sorgen mit guten Noten dafür, dass der endgültige Studienabschluss wieder einmal etwas näher rückt. Um sich auf Prüfungen vorzubereiten, bildete man einst Lerngruppen und verbarrikadierte sich in der Bibliothek, um den nötigen Stoff aufzubereiten und in verträgliche Häppchen einzuteilen. Im digitalen Zeitalter hat sich das zumindest teilweise geändert, denn durch das Internet steht einem eine Art freie Bibliothek zur Verfügung, die sich von überall aus durchstöbern lässt. So kann man sich trockene Fachliteratur auch zu Gemüte führen, während man sich auf dem Balkon sonnt oder im Zug unterwegs ist.

Wie funktioniert E-Learning?

Neben den herkömmlichen Internetseiten verbreiterte sich innerhalb der letzten Jahre das E-Learning-Angebot. Dabei handelt es sich um computergestütztes Lernen, das weit über die bloße Lektüre digitaler Texte hinausgeht. Aufs E-Learning spezialisierte Portale warten nicht nur mit Fachliteratur auf, sondern auch mit Videos von Vorlesungen, Vorträgen und Referaten. Dazu gibt es passendes Lernmaterial und übersichtliche Notizen, die den Inhalt der Videos kompakt zusammenfassen. Ein Komplettkurs für die Vorbereitung auf das Physikum umfasst knapp einhundert Videovorträge von Dozenten sowie dazugehörige Transkripte und Stichwortzettel. Sie decken die gesamte Bandbreite des Stoffes ab, der für alle Medizinstudenten nach dem vierten Semester relevant ist und in der mehrtägigen, schriftlichen wie mündlichen Physikumsprüfung abgefragt wird. Physiologie, Physik, Anatomie, Biologie, Biochemie, Chemie, Psychologie und Soziologie sind die acht Themengebiete, die es im Einzelnen zu beherrschen gilt.

Praktische Hilfe für unabhängiges Lernen

Der Vorteil von E-Learning ist, dass man völlig unabhängig und nach eigenem Geschmack lernen kann. Studierende müssen sich nicht an die Öffnungszeiten von Bibliotheken halten, sich dem Lerntempo einer Gruppe anpassen oder mit möglicherweise unvollständigen Aufzeichnungen lernen. Die Internetkurse ermöglichen kompaktes, komplettes und komfortables Lernen, das sogar vom Smartphone aus möglich ist. Man muss also nicht zu Hause am Schreibtisch büffeln, sondern kann sich auch auf einer Zugfahrt oder in einem Wartezimmer mit den Lerninhalten beschäftigen. Zwar sind E-Learning-Angebote meistens kostenpflichtig, doch wer schon mal eine Prüfung verpatzt hat oder es auf eine möglichst gute Note abgesehen hat, der ist oft auch gern bereit, für ein erfolgsorientiertes Lernen zu bezahlen. E-Learning stellt in jedem Fall eine mögliche Alternative zum herkömmlichen Lernen dar und kann das Studieren deutlich erleichtern.

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