Was sollte unbedingt in einem Arbeitsvertrag enthalten sein und was besser nicht? 

Arbeitgeber haben in vielen Fällen Musterarbeitsverträge, die sie ihren zukünftigen Mitarbeitern vorschlagen und nur sehr ungern abändern. Falls man hier noch Handlungsmöglichkeiten sieht, dann sollte man darauf achten, dass alle Klauseln einigermaßen transparent geschrieben sind und dass unzulässiger Übervorteilungen einer Seite vermieden werden.

Üblicherweise werden der Beginn (und ggf. auch das Ende des Arbeitsvertrages) am Anfang des Vertragsformulars festgelegt. Danach werden meist die Bedingungen einer Probezeit festgelegt. Für den Mitarbeiter ist meist von Vorteil, wenn diese eher kürzer bestimmt wird. Allerdings können dann während der Probezeit mit einer sehr kurzen Kündigungsfrist der gerade begonnene Arbeitsvertrag beendet werden.

Bei der Festlegung der Tätigkeit wird häufig nur eine sehr knappe Formulierung verwendet. Für den Arbeitnehmer kann es aber unter Umständen wichtig sein, das hier eine ausführlichere Beschreibung der Tätigkeit erfolgt. Denn dann können später Schritte zur Veränderung der Tätigkeit hinsichtlich geringeren Anspruchslevels vermieden werden. In diesen Zusammenhang ist die Festlegung des Arbeitsortes auch wichtig. Eine sehr genaue Tätigkeitsbeschreibung (ohne Versetzungs- und Veränderungsmöglichkeit) sollte aber vermieden werden, damit der Arbeitsplatz nicht gleich gefährdet wird, wenn sich die Aufgabenstellung in der Abteilung ändert.

Die Vergütung oder das Gehalt wird in einem Arbeitsvertrag meist in Form eines Eurobetrages für die reguläre Beschäftigung genannt. Es ist aber auch der Bezug auf einen Tarifvertrag vorstellbar, was Gehaltsverbesserungen erleichtern kann, da die zuständige Gewerkschaft dann häufig im Jahresrhythmus über eine Gehaltserhöhung verhandelt.

Wichtig ist auch die Festlegung der Arbeitszeit und ihrer Verteilung. Möglicherweise gibt es aber betriebliche Regelungen, die hier im Arbeitsvertrag nur bezugsweise erwähnt werden. Gleiches gilt auch für die Festlegung des Urlaubs und seiner Planung. Über die Bezahlung von Überstunden kann eine Festlegung getroffen werden. Pauschale Regelungen wie, dass die Überstunden mit dem Gehalt vergolten sind, sind unzulässig und sollten vermieden werden.

Weitgehend ähnlich in den meisten Arbeitsverträgen sind die Festlegung der Krankheitsbezahlung und die Verfahren der Krankmeldung. Dies gilt auch für die Festlegung der Vertraulichkeit und der Genehmigungspflicht von Nebentätigkeiten.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass man die Tätigkeitsbeschreibung in seinem Sinne beeinflussen kann und auch darauf achten sollte, dass die Regelungen zur Überstundenbezahlung angemessen sind.

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