Welche Regeln sollte man im Vorstellungsgespräch beachten?

Auch heute sind Vorstellungsgespräche die entscheidende Hürde bei der Personalauswahl. Auf diese Gespräche solle man gut vorbereitet sein. Insbesondere sollte man alle Möglichkeiten nutzen, vor dem Gespräch an Informationen zu kommen. Im Regelfall ist nicht klar, wer genau außer dem Einladenden an dem Gespräch teilnimmt. Daher ist es nicht von Nachteil, hier kurz nachzufragen, wer denn in welcher Funktion an dem Gespräch teilnimmt. Dann kann man über das Internet recherchieren, um welche Personen mit welchen Qualifikation und Aufgabengebieten es sich handelt. Wenn man auf diese Weise noch Informationen zu Projekten der Gesprächspartner findet, umso besser. Die Informationen notiert man und versucht auch Bezugspunkte zum Jobangebot herzustellen. Dann hat man im Vorstellungsgespräch Ansatzpunkte, die Gesprächsführung aktiv zu beeinflussen.

Zu einer guten Vorbereitung gehören natürlich auch weitergehende Informationen über den zukünftigen Arbeitgeber und die ausgeschriebene Stelle. Denn eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch ist: "Weshalb haben Sie sich für unserer Unternehmen entscheiden?". Kann man in die Antwort geschickt Informationen einfließen lassen, dann zeigt man damit seine Kompetenz.

Selbstverständlich erscheint man im gepflegten Outfit zum geplanten Termin eine Viertelstunde früher und hat auch Unterlagen und Schreibstifte dabei. Das Handy stellt man dann ab, bevor man auf das Personal zugeht. Unpünktlichkeit hat man somit vermieden; während man im Vorzimmer auf den Gesprächstermin wartet, geht man nochmal kurz gedanklich die Ausschreibung und sein Bewerbungsschreiben durch. Dies sind oft die Gesprächsaufhänger, wenn das Gespräch dann beginnt.

Hat man es mit einer größeren Gesprächsgruppe auf anderen Seite zu tun, dann sollte man deren Namen notieren und sich auch gut merken. Das bringt auch Pluspunkte, wenn man die Gesprächspartner gelegentlich mit ihrem Namen ansprechen kann. Diese beobachten genau, wie man spricht, was man sagt, und wie man seine Aussagen mit Gestik und Mimik gestaltet. Hier ist Augenkontakt unverzichtbar, mit aufrechter Sitzhaltung und ruhigem Auftreten zeigt man Selbstbewusstsein. Wenn man ab und an mal eine kurze Notiz macht, dann sieht das souverän aus, allzu viel Mitschreiben stört aber den Gesprächsverlauf.

Bezüglich eigener Schwächen sollte man sich vor dem Gespräch ein paar Standardstatements zurecht gelegt haben. Dies gilt für problematische Stellen im Lebenslauf oder für schlechte Noten in Zeugnissen. Hier sollte man eine möglichst schlüssige Erklärung zurechtlegen, die nicht die Schuld auf andere schiebt, sondern darauf verweist, dass gegenwärtig diese Schwierigkeiten nicht mehr gegeben sind.

Auch auf die Frage: "Was sind Ihre Stärken und wo liegen Ihre Schwächen?" sollte man sich gut vorbereiten. Denn diese Frage ist immer noch sehr beliebt in Vorstellungssprächen. Bei den Schwächen nennt man am besten eine typische Eigenschaft, die man auch als Stärke sehen könnte. Allerdings sollte man nicht zu dick auftragen.

Ist das Gespräch dann zu Ende, bedankt man sich bei den Gesprächspartnern und klärt das weitere Vorgehen. Dies zeigt Kompetenz - und mit einen Lächeln und einem festen Händedruck verlässt man das Büro.

 

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