Alles rund um die Baby-Massage

Studien haben es längst bewiesen: Die Babymassage wirkt sich positiv auf die Entwicklung von Kindern aus. Sie fördert die Grobmotorik, entspannt das Baby und gibt ihm außerdem Selbstvertrauen. Insgesamt wird der Stoffwechsel angeregt, so dass Blähungen reduziert, die Durchblutung gefördert und Muskelspannungen gelöst werden. Selbst bei Zahnungsbeschwerden sorgen bestimmte Techniken für Linderung.

Regelmäßiges Massieren wirkt sich außerdem positiv auf das Durchschlafvermögen und die Sprachentwicklung des Kindes aus. Bei schlechtern Essern kann die Babymassage den Appetit anregen. Zudem genießen Kinder diese intensive Zeit mit der Mama (oder dem Papa). Liebevolle Berührungen vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und stärken den kleinen Erdenbürger für die Zukunft.
Angeboten werden solche Massagekurse zum Beispiel von Hebammen, aber auch zahlreiche Fachbücher bieten viele Anregungen. Gerade beim ersten Kind empfiehlt sich allerdings ein Kurs unter fachlicher Anleitung.

Darauf müssen Sie bei der Babymassage achten

Die Raumtemperatur sollte bei etwa 25 Grad liegen, da die Babys möglichst nackt massiert werden. Wer zu Hause massieren möchte, kann dafür den Wickeltisch mit Wärmelampe nutzen. Die letzte Mahlzeit sollte etwa 20 bis 30 Minuten her und das Kind wach und aufmerksam sein. Die Zeit am Vormittag ist in der Regel besser, da die Kinder hier erste Wachphasen haben. Eine Massage am Abend hingegen fördert den Nachtschlaf. Am besten schauen Sie, wie Ihr Baby darauf reagiert. Ist es eher müde, nutzen Sie den Abend für die Streicheleinheiten.
Schenken Sie Ihrem Baby Ihre ganze Aufmerksamkeit und vermeiden Sie Störquellen wie zum Beispiel Fernseher oder Radio. Zeigen Sie Ihrem Kind zu Beginn der Massage Ihre Hände – schon bald wird es lernen, dass dann die Streicheleinheiten folgen. Die Hände des Massierenden dürfen übrigens auf keinen Fall kalt sein – das wäre sehr unangenehm für das Baby. Besonders schön sind auch Anfangsrituale beim Ausziehen, beispielsweise ein bestimmtes Lied.
Als Öl eignen sich Natur belassene Pflanzenöle wie Mandel- oder Calendulaöl. Wärmen Sie es kurz vor der Massage (zum Beispiel auf der Heizung oder im heißen Wasserbad) auf.

Massagetechniken

Entsprechend dem natürlichen Biorhythmus des Kindes, sollte zwischen anregenden und entspannenden Elementen gewechselt werden. Wichtig ist es auch, sich individuell auf das Kind einzustellen. Frühgeborene und sehr zarte Kinder bevorzugen sanfte Streicheleinheiten. Bei kräftigen Kindern hingegen dürfen die Massagegriffe ruhig etwas fester sein. Auch Kaiserschnittbabys fehlt oftmals der „Druck“, sie dürfen ebenfalls etwas kräftiger massiert werden.

Kolikmassage

Leidet Ihr Kind unter Blähungen, empfiehlt sich die folgende Massage: Ölen Sie Ihren Finger ein und beginnen Sie mit der Massage beim Bauchnabel des Babys. Von hier aus bewegen Sie Ihren Finger schneckenförmig im Uhrzeigersinn bis Sie den unteren Rippenbogen erreichen. Die Massage sollte etwa zwei Minuten dauern. Die Technik nennt sich „Schnecke“ und wird in der Regel sehr erfolgreich angewandt.

Zahnungsbeschwerden

Bei Zahnungsbeschwerden helfen diese Massagegriffe: Streichen Sie den Fuß Ihres Kindes von der Ferse zu den Zehen hin aus. Anschließend rollen und drücken Sie die Zehen.

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