Tipps für kleine Schnupfnasen Baby hat Schnupfen

Wenn Babys zum ersten Mal einen Schnupfen haben, müssen meistens vor allem die Eltern beruhigt werden. Dabei ist das gar keine Seltenheit: Während ein Erwachsener etwa zwei bis fünf Erkältungen pro Jahr bekommt, leiden kleine Kinder etwa zehn Mal darunter. Kein Wunder, denn immerhin sind vor allem im Herbst und Winter rund 200 Arten von Erkältungsviren unterwegs.

Baby hat Schnupfen

© Yvonne Bogdanski - Fotolia.com

Die Übertragung erfolgt in der Regel über Mund und Nase. Sie greifen die Schleimhäute an und verursachen so eine deutliche Steigerung des Nasensekretes. Gelangen die Viren allerdings in die Nasennebenhöhlen, weiter „nach unten" in die Bronchien oder ins Mittelohr, kann aus einer harmlosen Erkältung schnell eine ernsthafte Erkrankung werden. Aus diesem Grund muss eine Ausbreitung möglichst effektiv vermieden werden.

Ausbreitung vermeiden

Hilfreich dabei sind Ruhe und viel Schlaf. Die Zimmertemperatur sollte dabei bei etwa 18°C liegen, das Zimmer selbst mehrmals am Tag gelüftet werden. Ist die Zimmerluft zu trocken, belastet das Babys Schleimhäute zusätzlich. Abhilfe schaffen mit Wasser gefüllte Behälter auf der Heizung. Alternativ können Sie auch einfach Ihre frische Wäsche im Kinderzimmer aufhängen.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr muss ebenfalls geachtet werden. In den ersten Lebensmonaten genügt das ausschließliche Stillen, danach sollte es jedoch zusätzlich ungesüßten Tee geben (zum Beispiel Hagebutte, Hibiskus oder Lindenblüten).

Fieber

Bei Babys spricht man ab 37,6 °C von einer erhöhten Temperatur, ab 38,5°C von Fieber und ab 39°C von hohem Fieber. Erst bei hohem Fieber muss mit Fieber senkenden Mitteln reagiert werden, da das Fieber zunächst positiv betrachtet werden sollte. Es zeigt, dass das Immunsystem arbeitet und sich gegen den Krankheitserreger wehrt. Neben Medikamenten aus der Apotheke kann man anfangs auch mit Hausmitteln arbeiten. Hier eignen sich „Essigstrümpfe" besonders gut. Einfach dünne Baumwolltücher in Essig tauchen, um die Waden des Kindes wickeln und mit Strümpfen fixieren. Babys mit hartnäckigen Erkältungen und anhaltendem Fieber sollten dem Kinderarzt vorgestellt werden. Er wird Schleimhaut abschwellende Medikamente (Nasentropfen) und Mittel zur Fiebersenkung (in der Regel mit dem Wirkstoff Paracetamol) verschreiben. Erwachsenenmedikamente wie Aspirin und Schleimlöser (ASS) sind in jedem Fall tabu und können gefährliche Folgeerkrankungen auslösen.
Aber seien Sie beruhigt: Die meisten Erkältungen klingen in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab.

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