Babys Immunsystem: So entwickelt es sich optimal

In den ersten Lebensmonaten wird ein Neugeborenes durch den so genannten Nestschutz vor Krankheiten wie etwa grippale Infekte bewahrt. Dabei profitiert das Baby von Antikörpern, die es durch die Mutter bekommen hat. Sind sie jedoch aufgebraucht, kommt es schon bald zu Begegnungen mit Viren und Bakterien. Da das Immunsystem jedoch erst aufgebaut werden muss und vor allem im ersten Lebensjahr sehr schwach ausgeprägt ist, bekommt das Kind schnell einen Infekt.

Babys Immunsystem

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Aber keine Sorge: Zwölf bis 14 Infekte pro Jahr sind völlig normal und helfen dabei, das Immunsystem auszubilden. Mit jedem neuen Krankheitserreger lernt der kleine Körper wieder etwas dazu und speichert diesen in seinem „Gedächtnis" ab. Kommt es zu einer erneuten Begegnung, werden die Viren oder Bakterien erkannt und unschädlich gemacht.

Stillen

Stillen ist das Gesündeste für Ihr Kind. Das bezieht sich auch auf das Immunsystem. Gerade in der Vormilch, die bis zu 36 Stunden nach der Geburt gebildet wird, sind viele Abwehrstoffe enthalten. Außerdem hilft die Muttermilch, Babys Darm mit den nützlichen Bifidus-Bakterien zu besiedeln.
Das Immunsystem fördern
Damit sich Babys Immunsystem optimal entwickeln kann, benötigt es Kontakt mit der Umwelt. Dazu gehören Treffen mit anderen Kindern, das Spielen im Sand und Dreck sowie möglichst viel Aufenthalt an der frischen Luft. Eine übertriebene Hygiene im Haushalt kann sich nachteilig auswirken und sollte deshalb vermieden werden. Gerade beim ersten Kind putzen viele Eltern gerne mit Desinfektionsmitteln. Das richtet aber viel mehr Schaden als Nutzen an. Selbst die Wickelauflage kann mit milden Allzweckreinigern sauber gemacht werden. Ist die Verschmutzung zu stark, kann Wasser mit verdünntem Essig genommen werden.

Stress vermeiden

Da längst ein Zusammenhang zwischen dem familiären Umfeld und dem Abwehrsystem des Babys nachgewiesen wurde, sollte darauf geachtet werden, dass das Kind in Sicherheit und Geborgenheit aufwachsen kann. Dazu gehören ausreichend Schlaf und Ruhe ebenso wie Kuscheleinheiten und kleine Glücksmomente.

Ernährung

Später spielt die Ernährung ebenfalls eine wichtige Rolle. Eisen, verschiedene Vitamine, und Spurenelemente stehen dabei im Vordergrund.
Auf dem Speiseplan sollten deshalb Fleisch, verschiedene Getreidesorten, Obst und Gemüse stehen. Getreide beispielsweise enthält Selen, das in der Lage ist, Schwermetalle und Schadstoffe im Körper abzubauen. Vitamin C erfüllt gleich zwei Aufgaben: Vorbeugend genommen unterstützt es das Immunsystem und schützt vor Infekten. Weiterhin fällt es dem Körper bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin C leichter, Eisen aus der Nahrung aufzunehmen und zu verwerten. Natürlich führt man bei Babys neue Nahrungsmittel immer nur einzeln und mit genügend Abstand ein, bei Kindern nach dem ersten Geburtstag steht einer abwechslungsreichen Ernährung aber nichts mehr Wege.

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