Elterngeldantrag: Bis zu 14 Monate finanzielle Unterstützung 

Elterngeldantrag: Bis zu 14 Monate finanzielle Unterstützung
Seit der Einführung des Elterngeldes (1. Januar 2007) bekommen Familien mit einem neugeborenen Baby eine finanzielle Unterstützung, die je nach Einkommen unterschiedlich hoch ausfällt.

*Update*: Im Jahre 2011 wurden einige Änderungen beim Elterngeld beschlossen.

Anspruch auf Elterngeld haben Eltern mit einem Wohnsitz in Deutschland oder diejenigen, die hauptsächlich hier wohnen. Ausnahmen sind aber unter bestimmten Umständen möglich, etwa bei Entwicklungshelfern oder Mitarbeitern bei überstaatlichen Einrichtungen. Weiterhin muss das Kind in Ihrem Haushalt leben und von Ihnen erzogen sowie betreut werden. In dieser Zeit dürfen Sie höchstens einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Auch Adoptiveltern sowie Verwandte und deren Ehepartner können Anspruch auf Elterngeld erheben, wenn die Eltern des Kindes aufgrund von Krankheit, Behinderung oder gar Tod nicht in der Lage sind, sich selbst um das Kind zu kümmern.

Bis zu 14 Monate

Das Elterngeld wird maximal bis zum 14. Lebensmonat des Kindes bezahlt, wobei ein Elternteil aber nur zwölf Monate für sich beanspruchen kann. Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn der Partner ebenfalls für mindestens zwei Monate Elterngeld beantragt und teilweise oder ganz auf sein Einkommen verzichtet.

Berechnungsgrundlagen

Die Höhe richtet sich nach dem Durchschnittseinkommen (67 Prozent des Monatsgehaltes) in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes und ist auf maximal 1.800,- Euro begrenzt. Mutterschaftsgeld wird allerdings angerechnet. Ist die werdende Mutter nicht erwerbstätig, bekommt sie nach der Geburt des Kindes einen Pauschalbetrag in Höhe von 300,-. Geringverdiener bekommen ein leicht erhöhtes Elterngeld, das jeweils extra berechnet wird. Selbständige müssen zur Berechnung den letzten Steuerbescheid einreichen. Das Einkommen errechnet sich aus dem Gewinn abzüglich der Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

Antrag stellen

Für einen Antrag auf Elterngeld benötigen Sie eine Geburtsurkunde des Kindes, Nachweise über das Einkommen und eine Bescheinigung der Krankenkasse und des Arbeitgebers über das Mutterschaftsgeld (falls Sie welches erhalten haben). Ab dem Tag der Geburt des Kindes können Sie den Antrag einreichen. Allerdings haben Sie dafür bis zu drei Monate Zeit, denn dieser Zeitraum wird rückwirkend ausgezahlt. Warten Sie länger, verzichten Sie auf einen Teil des Geldes. Den Antrag bekommen Sie häufig in Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung bzw. online. Da Elterngeld Ländersache ist, informieren Sie sich bitte rechtzeitig über die zuständigen Stellen. Je nach Aufkommen kann die Bearbeitung bis zu mehrere Monate betragen. Extrem lange Wartezeiten scheinen aber Einzelfälle zu sein. Scheuen Sie sich nicht, eventuell nachzufragen. Sind Ihre Unterlagen unvollständig, wird sich die Elterngeldstelle gegebenenfalls mit Ihnen in Verbindung setzen. Ein Verlust entsteht Ihnen durch eine derartige Verzögerung aber nicht, da das Eingangsdatum bei der Elterngeldstelle als Antragsdatum gilt.

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