Endlich ohne Schnuller! Was erleichtert die Entwöhnung?

In den ersten beiden Lebensjahren schenkt ein Schnuller Trost und hilft kleinen Kindern beim Einschlafen. Doch spätestens ab dem dritten Geburtstag sollte der Schnuller verschwinden, sonst drohen Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers. Damit den Kleinen der Abschied vom Schnuller nicht allzu schwer fällt, gibt es ein paar einfache Tipps für eine nervenschonende Entwöhnungsphase.

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Rechtzeitig den Schnuller abgewöhnen

Die meisten Kinder in Deutschland nutzen den Schnuller und auch für die Eltern ist er ein wichtiger Helfer. Moderne Schnuller aus dem Fachhandel werden aus natürlichen Materialien wie Naturkautschuk hergestellt. Zahnärzte und Kieferorthopäden sind sich einig, dass ein hochwertiger Schnuller die bessere Alternative zum Daumenlutschen ist, da er durch seine ergonomische Form die Stellung des Kiefers weniger beeinträchtigt. Außerdem kann ein Schnuller aus dem „Verkehr“ gezogen werden – bei einem Daumen geht das nicht. Auch wenn es wehtut, der Abschied vom Schnuller fällt daher weit leichter als die Kontrolle über den Daumen zu gewinnen.

Bis zum dritten Geburtstag werden eventuelle Fehlstellungen noch durch das Wachstum ausgeglichen. Später hilft dann nur noch eine aufwendige Therapie mit einer Zahnspange. Wenn der Schnuller dauernd in Gebrauch ist, verzögert sich zudem die Entwicklung der Sprache. Gerade Z- und S-Laute bereiten den Kleinen bei der Aussprache Schwierigkeiten, wenn der Schnuller im Weg ist.

Schrittweise Abschied nehmen

Der Abschied vom Schnuller bedeutet für Kinder gleichzeitig ein Stück weit Abschied von der Baby- und Kleinkindphase zu nehmen. Doch liebgewonnene Gewohnheiten lassen sich nicht von heute auf morgen aus dem Alltag streichen. Auch die Entwöhnung vom Schnuller funktioniert daher am besten schrittweise.

Ab zwei Jahren können Kinder bereits einfache, logische Argumente nachvollziehen. So können Eltern ihr Kind darauf hinweisen, den Schnuller aus dem Mund zu nehmen, damit sie es besser verstehen können. Kinder möchten schließlich an Gesprächen der Großen teilnehmen und sich ausdrücken können. Auch bei einer verstopften Schnupfennase kann sich der Schnuller als lästig erweisen, wenn das Luftholen besonders schwerfällt. Tagsüber sollte der Gebrauch des Schnullers weitestgehend eingeschränkt werden. Der Schnuller kann dann in einem schönen Kästchen oder vielleicht sogar in einem Puppenbettchen ausruhen, bis er beim abendlichen Einschlafritual wieder zum Einsatz kommen darf.

Die schwierigste Phase beginnt meistens dann, wenn Kinder auch beim Einschlafen auf ihren Schnuller verzichten sollen. Zum Glück gibt es für diese Fälle die Schnullerfee, die vielleicht schon bei den Eltern für das Verschwinden des kleinen Trösters gesorgt hat. Die Schnullerfee entsorgt nicht nur die Schnuller, sondern bringt stattdessen ein neues Geschenk, das über den Verlust hinweghelfen soll. Tatsächlich fällt es Kindern mithilfe der magischen Fee weit leichter, den Abschied vom Schnuller zu verkraften.

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