Förderung: Musik für die Kinder

Der Mensch lernt nie wieder so viel wie in den ersten Lebensjahren. Gerade Musik fördert Babys und Kleinkinder bei der Sprachentwicklung und sorgt für eine bessere Zusammenarbeit der Gehirnhälften. Musik stimuliert das Rhythmusgefühl und bringt ganz nebenbei auch noch Spaß.

Inzwischen haben Experten längst erkannt, dass bereits ungeborene Babys im Mutterleib von Musik profitieren. Sie erkennen nicht nur die Stimmen von Vater und Mutter, sondern lauschen der Musik von außen und reagieren empfindlich auf Lautstärke. Bereits im Alter von sechs Monaten bewegen sich viele Babys zur Musik, indem sie mit dem Kopf nicken oder im Takt hin- und herwippen.

Die musikalische Früherziehung setzt bei genau dieser „Grundmusikalität" an und fördert Kinder in ihrer natürlichen Entwicklung. Zahlreiche Studien von Neurologen und Psychologen haben längst bewiesen, dass Musik die Aktivität der Gehirnhälften und die Verbindung derselben steigert. Da die sprachliche Entwicklung eng daran gekoppelt ist, profitiert auch diese davon. Sprache, Melodie und Rhythmus sorgen dafür, dass musizierende Kinder oftmals kreativer und konzentrierter sind als ihre Alterskameraden. Später fällt es ihnen leichter, sich Dinge zu merken und Fremdsprachen zu erlernen. Wird noch Bewegung mit eingebracht, profitieren die analytischen Fähigkeiten des Kindes ebenfalls davon.

Sozialverhalten

Der Musikpädagoge Hans Günther Bastian hat eine Langzeitstudie an Grundschulen durchgeführt. Das Ergebnis war beeindruckend. So konnte er eine deutliche Verbesserung der sozialen Kompetenz sowie eine Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation feststellen. Auch auf der emotionalen Ebene zeigte die Musikerziehung Erfolge. Die Kinder fühlten sich insgesamt besser, respektierten sich gegenseitig und zeigten weniger Angst in Stresssituationen.

Voraussetzungen

Ziel ist es zwar, ein musikalisches Grundverständnis zu erlangen, allerdings sollte das stets nur auf spielerische Weise geschehen. Die Atmosphäre sollte angstfrei und entspannt sein, die Kinder nicht überfordert werden. Obwohl viele Kurse schon für Kleinkinder ab zwei Jahren angeboten werden, ist die geistige und motorische Reife meist erst ab vier Jahren weit genug entwickelt. Erst dann können Töne und Melodien selbst erzeugt und zudem variiert werden. Tänzerische Bewegung ergänzt das Konzept der musikalischen Früherziehung.
Jüngere Kinder und Babys hingegen sollten sich in Kursen auf das gemeinsame Singen mit den Eltern beschränken.

Kurse in der musikalischen Früherziehung werden von verschiedenen privaten Trägern wie beispielsweise Musikschulen, Familienbildungsstätten, Volkshochschulen oder auch Kirchen angeboten.

 

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