So gelingt der Start Kindergarten Eingewöhnung

In Deutschland besucht die Mehrheit der Kinder zwischen drei und sechs Jahren regelmäßig einen Kindergarten. Einen Anspruch auf einen solchen Platz gibt es übrigens seit 1996 für alle Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr. Da sich der Bedarf bei der Kinderbetreuung in den letzten Jahren jedoch geändert hat, sind heute bereits viele Kinder schon vorher in sogenannten Krippengruppen untergebracht.

Die Auswahl eines Kindergartens sollte von verschiedenen Faktoren abhängig sein. Bei vielen Elternpaaren spielen die Wohnortnähe sowie die Betreuungszeiten eine große Rolle. Aber auch der Personalschlüssel (nicht mehr als 25 Kinder bei zwei Erzieherinnen) ist wichtig. Ebenso die Frage nach den Räumlichkeiten: Gibt es Platz zum Toben und draußen Spielen, Kreativ werden und Kuscheln? Sind die Erfahrungsmöglichkeiten (Singen, Werken, Basteln, etc.) ausreichend? Gibt es Zusatzangebote wie Sport, Musik oder Englisch?

Kindergartenstart

Einige Kinder besuchen vor dem Kindergarten einen Spielkreis, der zwei bis drei Mal wöchentlich stattfindet. Dadurch fällt die Eingewöhnung im Kindergarten oftmals sehr leicht. Kinder, die erstmals außerhäuslich betreut werden, haben damit mehr Probleme. Zwar freuen sich die meisten und sind neugierig, aber die langen Betreuungszeiten und neuen Bezugspersonen können sie auch verunsichern.
Damit der Start leichter fällt, sollten Eltern bereits im Vorwege das Positive an der Kindergartenzeit hervorheben (neue Freunde, anderes Spielzeug, Ausflüge, etc.). Haben Sie sich für einen Kindergarten entschieden, zeigen Sie diesen Ihrem Kind. Viele Kindergärten bieten die Möglichkeit eines Schnuppertages. Überlassen Sie außerdem Ihrem Kind auch die Auswahl der Kindergartentasche, Trinkflasche und Hausschuhe. Es gibt sie in allen Farben und oftmals mit beliebten Kinderhelden.

Zeit einplanen

Hat Ihr Kind noch keinerlei Erfahrung mit der Fremdbetreuung, sollten Sie vorher etwas „üben“. Lassen Sie Ihr Kind für zwei Stunden bei der Oma oder einer guten Freundin. Es weiß dann, dass es nach einem gewissen Zeitraum auch wieder abgeholt wird.
Steht die Geburt eines Geschwisterkindes bevor, sollte das Kind entweder deutlich vor oder nach der Geburt mit der Eingewöhnung beginnen. Ansonsten könnte es sein, dass es sich abgeschoben fühlt und eifersüchtig auf das neue Familienmitglied reagiert.
Generell sollten Eltern für die Eingewöhnung etwa zwei Wochen einplanen. Manche Kinder erkunden schnell die neue Umgebung, andere hingegen werden in dieser Zeit noch sehr anhänglich sein. Lassen Sie Ihrem Kind auf jeden Fall Zeit und drängen Sie es nicht. Je nachdem, wie gut sich das Kind einlebt, können sich die Eltern nach einiger Zeit entfernen. Zunächst sollten Sie noch in der Nähe bleiben (beispielsweise in einem anderen Raum), aber nach kurzer Zeit können Sie das Gelände verlassen – allerdings müssen Sie immer telefonisch erreichbar sein.

Abschiedsritual

Für Kinder ist ein Abschiedsritual (zum Beispiel an der Scheibe winken oder die Mama zur Tür „hinaus schmeißen“) sehr wichtig – auf gar keinen Fall dürfen Sie ohne eine Verabschiedung gehen. Das würde das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Kind schwer belasten. Besprechen Sie mit Ihrem Kind auch Verhaltensweisen, wenn es Durst oder Hunger hat. Auch die Toiletten sollten Sie Ihrem Kind zeigen.
Aber machen Sie sich bitte nicht zu viele Sorgen: Die meisten Kinder freuen sich auf den Kindergarten und verbringen dort eine schöne Zeit.

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