Kindgerechte Gartengestaltung: Das 1×1 für gefahrlose Grünflächen

Kinder halten sich gerne draußen auf und lieben es auf Grünflächen zu spielen. Damit die heimische Grünanlage nicht zur Gefahrenquelle wird, sollte der Garten auf Risiken geprüft und entsprechend gestaltet werden. Dieser Ratgeber informiert Sie über wichtige Faktoren und enthält Tipps für eine kindgerechte Realisierung.

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Risikoreiche Areale entschärfen

Auf jedem Grundstück gibt es Zonen, die für Kinder gefährlich werden können. Dies reicht vom naturbelassenen Gartenteich über scharfe Kanten am Hochbeet bis hin zu elektrischen Geräten. Damit sich der Nachwuchs unbeschwert im Freien aufhalten kann, ist es erforderlich mit einem kritischen Blick über das Gelände zu gehen, um sämtliche Gefahrenquellen zu ermitteln. Während sich der Teich beispielsweise mit gut erkennbaren Absperrungen abgrenzten lässt und verhindert, dass Kinder ins Wasser fallen, beugt das Verstauen von gefährlichen Elektrogeräten abseits des Aktionsbereichs von Kindern Verletzungen vor.

Fachgerechte Montage von Spielgeräten

Egal ob Schaukeln, Klettergerüst oder Rutsche: Spielgeräte sind bei Kindern sehr gefragt und bereichern jeden Garten. Damit die Elemente keine Sicherheitsrisiken darstellen, muss die Montage sorgfältig erfolgen. Strapazierfähiges Montagematerial ist gleichermaßen wichtig, wie ein fachgerechter Aufbau. Achten Sie beim Kauf auf gültige Prüfzeichen. Dies gilt sowohl für die Beschaffung im regionalen Einzelhandel als auch für Onlineshop. Beim Versandhandel für Spielgeräte Dein-Spielplatz finden Sie die Hinweise zu TÜV-Normen und Zertifikaten beispielsweise unter den Detailinformationen. Der Nachweis sollte stets gut auffindbar sein. Angebote ohne entsprechende Angaben besser meiden. Das Risiko Produkte mit Sicherheitslücken zu kaufen, wäre zu groß. Grundsätzlich sollten Spielgeräten das GS-Zertifikat aufweisen und vom TÜV überprüft worden sein.

Wird im Do-it-yourself-Prinzip für Schaukeln, Baumhäuser und Co. gesorgt, ist hinsichtlich der Sicherheit höchste Aufmerksamkeit und Sorgfalt gefordert. Informieren Sie sich ausführlich über die Materialien und entscheidend Sie sich bewusst für die sicherste Variante. Spitze und scharfe Kanten, Montagematerialien und ähnliches müssen entschärft werden.

Wege und Flächen kindgerecht einrichten

Generell ist zu bedenken, dass Kinder draußen viel toben, rennen und klettern. Das Verletzungsrisiko ist hoch. Mit weichen Untergründen können Eltern entgegenwirken. Rasen ist ideal, da er bei Stürzen wesentlich geringere Verletzungen hervorruft, als Platten oder Beton. Eine Alternative zur Gestaltung von Laufwegen und Untergründen von Spielgeräten ist Rindenmulch. Der abfedernde Effekt ist ähnlich wie bei Rasen. Beim Kauf ist allerdings darauf zu achten, dass es sich um 100 Prozent Natur handelt und keine chemischen Bestandteile untergemischt wurden.

Giftige Pflanzen und Substanzen

Insbesondere Babys und Kleinkinder neigen dazu alles in den Mund zu nehmen. Der Verzicht auf giftige Unkraut- und Schädlingsvernichter sollte in Haushalten mit Kindern generell selbstverständlich sein. Gleichzeitig sind giftige Pflanzen zu meiden. Kinder könnten Blätter oder sonstige Bestandteile verschlucken und an den teilweise verheerenden Folgen leiden. Zu den giftigen Vertretern gehören unter anderem:

  • Eibe
  • Thuja-Sorten
  • Oleander
  • Maiglöckchen

Auch das hr-Fernsehen hat sich mit dem Thema Giftpflanzen im Garten beschäftigt und einen hilfreichen Beitrag dazu veröffentlicht:

Eine umfangreiche Liste mit Giftpflanzen wird im Verbraucherratgeber der Apotheken Umschau Baby und Familie bereitgestellt. Ältere Kinder sollten über die Risiken von Giftpflanzen aufgeklärt werden.

Wasser marsch – Risiken minimieren

Viele Kinder sind mit etwas Sand und Wasser stundenlang beschäftigt. Das Element Wasser ist dabei besonders faszinierend. Gleichzeitig aber auch riskant. Denn schnell ist es passiert und die Kleinsten fallen unkontrolliert ins das Planschbecken. Je nach Position und Tiefe des Wassers besteht die Gefahr des Ertrinkens. Neben der ständigen Beaufsichtigung durch Erwachsene sind weitere Schutzmaßnahmen sinnvoll. Beim Anlegen eines Teiches wäre es sinnvoll das Ufer flach abfallend anzulegen. Sollte ein Kind trotz Aufsicht einmal unbeabsichtigt ins Wasser fallen, könnte es versuchen selbstständig wieder herauszuklettern. Beim Kauf von Planschbecken ist das Alter der Kinder ausschlaggebend. Besonders kleine Kinder sollten sich nur in sehr flachen Becken aufhalten. Pools sind mit Zaun zu sichern.

Spiel und Spaß für jedes Alter

Damit Kinder im Garten nicht nur sicher sind, sondern auch jede Menge Spaß haben, ist eine fantasievolle Planung empfehlenswert. Während bei Kleinkindern der Spielbereich noch nahe des Aufenthaltsorts der Eltern liegen sollte, um alles im Blick zu behalten, freut sich der ältere Nachwuchs über Rückzugsmöglichkeiten. Mit Kletterpflanzen können natürliche Höhlen arrangiert werden, die ausschließlich für Kinder gedacht sind und dennoch Blicke hindurchlassen. So haben Eltern ihren Nachwuchs im Blick und die Kinder freuen sich dennoch über Gelegenheiten zum Verstecken. Für maximalen Spielspaß müssen die Spielzonen altersgerecht sein. Der obligatorische Sandkasten darf bei Kleinkindern nie fehlen. Bei Kindern ab rund sieben Jahren nimmt die Aufsicht seitens der Eltern ab und vermehrte Kletter- und Spielmöglichkeiten für Gruppen sind gefragt. Ab zwölf Jahren sollte sich das Spektrum der Outdoor-Gestaltung nicht mehr ausschließlich auf Spielgeräte konzentrieren, sondern zusätzlich Sitzgelegenheit und und Rückzugsorte zum gemeinsamen Entspannen mit Freunden bieten.

Weiterführende Tipps und Anregungen für kindgerechte Gärten finden Sie im österreichischen NÖ-Naturgarten-Ratgeber.

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