Mittelohrentzündungen bei Kindern: Antibiotika - ja oder nein?
Symptome
Die Entzündung ist äußerst schmerzhaft und wird in der Regel von hohem Fieber begleitet. Das Kind leidet unter einem stechenden oder pochenden Schmerz sowie einem ständigen Druckgefühl im Ohr. Auch das Hörvermögen wird oftmals in Mitleidenschaft gezogen. Bei Babys erkennt man eine Mittelohrentzündung häufig daran, dass es sich ständig am Ohr zupft, viel weint und nur wenig trinken mag.
Ausgelöst wird die Mittelohrentzündung entweder durch Viren oder Bakterien. Oftmals ist sie die Folge einer vorangegangenen Erkältung.
Behandlung
Ein Kind mit einer Mittelohrentzündung muss unbedingt einem Arzt vorgestellt werden. Nach der Diagnosestellung verschreibt dieser in der Regel Nasentropfen zur Abschwellung der Schleimhäute, Schmerzmittel und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Allerdings hat eine Studie gezeigt, dass acht von zehn Mittelohrentzündungen auch ohne die Gabe von Antibiotika komplikationslos ausheilen. Entscheidend sind dabei die ersten 48 Stunden. Lassen weder Fieber noch Schmerzen nach, sollte eine Medikamentengabe erfolgen. Anders verhält es sich bei schweren Verläufen: Steigt das Fieber trotz Fieber senkender Mittel weiterhin, leidet der kleine Patient unter Erbrechen, Nackensteife, einem geröteten oder abstehenden Ohr und atmet er unregelmäßig, bedarf es einer schnellen Behandlung. Unter anderem kann es hier aufgrund der Nähe zum Gehirn schnell kritisch werden.
Hausmittel
Als Hausmittel bei einer Mittelohrentzündung hat sich vor allem der Zwiebelwickel bewährt. Einfach eine mittelgroße Zwiebel klein schneiden, in ein dünnes Tuch einwickeln und auf das betroffene Ohr legen Der Wickel wird mit einem Tuch, Schal, Stirnband oder Mütze fixiert und nach ein bis zwei Stunden wieder abgenommen. Dieser Vorgang sollte mehrmals täglich wiederholt werden. Eine Besserung tritt in der Regel innerhalb von 36 Stunden ein.











