Mutterschaftsgeld: Finanzielle Unterstützung während des Mutterschutzes 

Aktuelle Umfragen im Familienreport haben ergeben: Der Wert der Familie in Deutschland ist hoch. Rund 90 Prozent halten sie für wichtig. Immerhin die Hälfte der Befragten findet außerdem, dass die aktuelle Familienpolitik der Bundesregierung die finanzielle Situation verbessert habe. Das liegt vor allem an Leistungen wie dem Mutterschaftsgeld.

Voraussetzungen

Im Rahmen des Mutterschutzgesetzes haben Schwangere, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung (mit Berechtigung auf Krankengeld) sind, einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld während des Mutterschutzes. Die Geldleistung wird sechs Wochen vor und bis zu acht Wochen nach der Geburt gezahlt.
13,- Euro pro Kalendertag zahlt die Krankenkasse, die Differenz zum bisherigen Nettogehalt (es zählt der Durchschnitt der letzten drei Monate) der Arbeitgeber. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich also nach dem Einkommen der Schwangeren. Arbeitslose bekommen lediglich Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Allerdings müssen sie als Bezieherin von Arbeitslosengeld gesetzlich krankenversichert sein. Weiterhin darf das Arbeitsverhältnis nicht während der Schwangerschaft gekündigt worden sein.

Pauschale

Frauen, die zwar in einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, aber keinen Anspruch auf Krankengeld haben, erhalten in der Regel die Pauschale von der Krankenkasse (13,- Euro täglich). Ein reduziertes Mutterschaftsgeld (bis zu 210,- Euro) erhalten außerdem Frauen, die Berechtigungsscheine erhalten oder deren Arbeitsverhältnis in der betreffenden Zeit aufgelöst wurde. Dieser finanzielle Ausgleich wird von der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes gezahlt.
Privat versicherte Frauen bekommen während des Mutterschutzes ihr Nettogehalt abzüglich der 13,- Euro pro Arbeitstag, die normalerweise von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Da private Krankenkassen kein Mutterschaftsgeld zahlen, können die Schwangeren eine einmalige Summe bei der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes beantragen. Entsprechende Unterlagen dazu gibt es auf der Homepage.
Wer sozialversicherungsfrei arbeitet (geringfügig Beschäftigte), erhält ebenfalls einmalig 210,- Euro vom Bundesversicherungsamt.
Hausfrauen haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, da sie in keinem Arbeitsverhältnis stehen.

Antrag

Der Antrag auf Mutterschaftsgeld wird bei der Krankenkasse gestellt. Dafür wird eine Bescheinigung von einer Hebamme oder einem Frauenarzt über den voraussichtlichen Geburtstermin benötigt. Allerdings darf der Antrag frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Termin eingereicht werden.

Steuern

Steuerlich gesehen hat das Mutterschaftsgeld nur geringfügige Auswirkungen. Sowohl die Leistung der Krankenkasse als auch der Arbeitgeberzuschuss sind steuerfrei. Allerdings wird der Betrag beim so genannten Progressionsvorbehalt zur Berechnung des Steuersatzes bei der Einkommensteuer berücksichtigt. Im Klartext: Der auf das gesamte Einkommen angewendete Steuersatz wird minimal erhöht.

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