Sicherheit beim Radfahren - darauf kommt es an

2014 verunglückten in Deutschland knapp 78.300 Radfahrer (inklusive Pedelecs). Diese Zahl geht aus den Unfallstatistiken des Statistischen Bundesamts hervor. Aber: Im Vergleich zum Jahr 2000 sank die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Radfahrer deutlich. Kamen 2000 noch 659 Fahrradfahrer ums Leben, waren es 2014 nicht einmal mehr 400 Personen. Dieser Rückgang ist ein durchaus erfreulicher Trend.

Wie können sich Radfahrer im Alltag vor Unfällen schützen? Oder gibt es gar keine Möglichkeit, Verkehrsunfällen aus dem Weg zu gehen? Und auf welche Weise lassen sich schwere Verletzungen vermeiden. Eines steht fest: Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, setzt sich im Vergleich zum Auto immer einem höheren Verletzungsrisiko aus. Schließlich fehlt es dem Fahrrad an der oft so überlebenswichtigen Knautschzone. Gänzlich schutzlos ist man den Gefahren im Straßenverkehr aber nicht ausgeliefert.


Abbildung 1: Ein Fahrradhelm ist für die Sicherheit im Straßenverkehr sehr wichtig. Aufgrund fehlender Knautschzone können Verletzungen nämlich deutlich schlimmer ausfallen

Die wichtigsten Regeln beachten

Ein wesentlicher Aspekt der Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit der Nutzung des Fahrrads ist das eigene Verhalten. Generell gilt zwar auch hier der Grundsatz, dass man eine hundertprozentige Sicherheit nicht erreichen wird. Schließlich droht ein Restrisiko aufgrund der Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer. Als Radfahrer kann man aber aktiv zur deutlichen Minderung dieses Risikos beitragen.

Welche Optionen bieten sich hier an? Gerade in der Herbst- und Wintersaison herrschen in den frühen Morgen- oder Abendstunden teils schlechte Sichtverhältnisse. Eine frühe Dämmerung führt in Kombination mit Nebel o. Ä. zu schlechter Sicht. Als Radfahrer muss man sich dieser Tatsache klar sein. Daher gelten hier einige besondere Sicherheitsmaßnahmen, wie:

  • das Fahren mit Licht (vorn und hinten)
  • das Tragen auffälliger Kleidung (mit Reflektoren)
  • das Fahren auf ausgezeichneten Flächen (Radweg).

Diese drei einfachen Tipps können Radfahrern dabei helfen, sicher durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Und natürlich gelten die Sicherheitshinweise das gesamte Jahr über. Einer der wahrscheinlich wichtigsten Aspekte beim sicheren Radfahren ist das Tragen von Schutzkleidung.

Dazu gehört auf jeden Fall ein Fahrradhelm. Hier ist es anzuraten, Qualität einen Vorzug vor dem Preis zu geben. Schließlich muss der Helm den Kopf und damit eines der wichtigsten Organe schützen. Aber auch andere Kleidung kann einem Fahrradfahrer dabei helfen, Unfallfolgen besser zu verkraften. Oft im Alltag anzutreffen sind Handschuhe mit Softprotektoren für den Handballen sowie den Handrücken. Wer auch dem Oberkörper einen gewissen Schutz bieten will, kann zu entsprechenden Shirts und Jacken greifen.

Hier verarbeiten die Hersteller Soft- und Hartprotektoren. Letztere werden im Design an die Motorradkombinationen angelehnt und sind besonders dann zu empfehlen, wenn es mit dem Fahrrad auch mal ins Gelände geht.

Ein verkehrssicheres Rad nutzen

Sicherheit im Straßenverkehr hat auch beim Thema Fahrrad viele Facetten. Das eigene Verhalten ist nur ein Baustein. Letztlich kann noch so viel Umsicht an den Tag gelegt werden – ist das Fahrrad nicht verkehrssicher, drohen Risiken. Wie sieht ein verkehrssicherer „Drahtesel“ in der Praxis aus? Grundsätzlich gehört zur Verkehrssicherheit:

  • eine funktionierende Beleuchtung
  • die funktionsfähige Bremsanlage
  • die Ausstattung mit Reflektoren.

Ebenfalls wichtig sollte dem Radfahrer der Zustand der Reifen sein. Wie beim Auto sorgt eine fehlende Profiltiefe dafür, dass man im Ernstfall schneller die Kontrolle über sein Rad verliert. Eine Tatsache, die gern unterschätzt wird. Gerade Rennräder, die per se nur eingeschränkt über Sicherheitsequipment verfügen, sind hier mitunter ein Risiko. Mittlerweile ist es jedoch kein Problem mehr, Fahrräder günstig aber qualitativ zu erhalten.

Händler wie Tretwerk bieten dabei auch immer wieder interessante Aktionen und zudem sicherheitsrelevantes Equipment. Sofern man das Rad über einen längeren Zeitraum nicht genutzt hat oder sich ein fremdes Fahrrad ausleiht, sollte die Verkehrstüchtigkeit immer geprüft werden. Eine Aussage, welche auch auf die Bremsen zutrifft. Starker Verschleiß oder eine falsche Einstellung der Bremsen führt auch beim Zweirad dazu, dass sich der Bremsweg mitunter erheblich verlängert.

Fazit: Auch auf zwei Rädern immer sicher unterwegs

Sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein – für viele Radfahrer eine Selbstverständlichkeit. Und so ist das Groß der Radler auch der Meinung, dass das eigene Rad allen Anforderungen genügt. Umso überraschender die Erkenntnis, wenn man den Drahtesel tatsächlich von einem Fachmann prüfen lässt. In der Praxis zeigt sich leider oft, dass Bremsen und Reifen stark abgenutzt sind oder die Ausstattung mit Reflektoren verbesserungswürdig ist.


Abbildung 2: Unfälle lassen sich zwar nie restlos vermeiden, aber mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen sind die Folgen nicht so drastisch.

Häufig riskieren Radfahrer aber auch durch den Verzicht auf einen Fahrradhelm schwere Verletzungen. Denn auch ein Sturz mit nur 20 Kilometern pro Stunde auf den Asphalt kann ungeahnte Folgen haben. Ergänzt werden kann die Schutzkleidung mit Shirts, in welche Softprotektoren eingearbeitet werden. Und wer mit seinem Rad auch mal bergab im Wald unterwegs ist, wird an Jacken mit Hartprotektoren eh nicht vorbeikommen. Schließlich will man auch morgen noch aufs Rad steigen und dabei etwas für die eigene Gesundheit tun.

Bilder:

Abbildung 1: @ HebiFot (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 2: @ Hans (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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