Heiratsanträge: Veraltete Tradition oder allgegenwärtiger Brauch?

Wer glaubt, dass das Eheleben aus der Mode kommt, irrt. Auch junge Menschen wollen den Bund der Ehe eingehen und beschließen zu heiraten. Doch das ist ein umfangreiches Ritual.

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Den Antrag planen

Die Frage: "Willst du mich heiraten?" fällt immer wieder scheinbar spontan bei Restaurant-, Museums- oder gar Zoobesuchen. Doch seien wir mal ehrlich, so ein Heiratsantrag ist nie wirklich ungeplant – schließlich ist er ein großer Schritt für jedes Paar. So ist es meist der Bräutigam, der sich im Vorhinein einen Plan zurechtlegt und auf Seiten wie http://www.123gold.de/verlobungsringe.html nach passenden Verlobungsringen sucht. Anschließend wird eine Location am Strand, eine Fahrt mit einem Heißluftballon oder ein Trip zum Eifelturm reserviert, damit bei der Frage auch romantische Stimmung herrscht. Natürlich gibt es dabei keine festen Regeln – jeder Heiratsantrag ist ganz individuell. Doch leider kommt es auch immer häufiger vor, dass dieser per E-Mail oder SMS gemacht wird. Dabei belegen Studien, dass jede siebte Frau möchte, dass der Angetraute dabei vor ihr auf die Knie geht. Die "alles entscheidende Frage" sollte also trotz der weit verbreiteten Massenmedien persönlich gestellt werden.

Die Eltern informieren

Vor ein paar Jahrzehnten war der Heiratsantrag klar geregelt: Der potenzielle Bräutigam traf sich dazu mit dem Vater seiner Angebeteten und musste offiziell um deren Hand anhalten. Der Vater sollte beurteilen, ob der Anwärter seine Tochter "ernähren" kann, um ihm dann eventuell seinen Segen zu geben. In unseren Kulturkreisen ist diese Tradition aber wohl eher veraltet. Kaum ein Mann fragt den Vater der Lebenspartnerin nach seiner Erlaubnis – die Meinung der Frau zählt nun eben mehr. Trotzdem empfiehlt es sich, den Eltern und Schwiegereltern die Heiratsabsichten im Vorfeld mitzuteilen und zwar ebenfalls persönlich. Viele konservative Menschen der älteren Generation fühlen sich nämlich ohne eine offizielle Bitte vom Bräutigam in spe vor den Kopf gestoßen. Außerdem sollte man natürlich beide Elternteile um die Hand der Auserwählten bitten, da sich die Mutter sonst womöglich übergangen fühlt. Das ganze Vorgehen hat also nichts mit veralteten Ritualen, sondern vielmehr mit Respekt vor den zukünftigen Schwiegereltern zu tun. Erst nach dem Informieren der Eltern sollten die Geschwister, Großeltern und enge Freunde die Neuigkeit erfahren.

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