Hummel, Wespe & Co. Insektenstiche bei Kindern

Sobald es wärmer wird, sind sie wieder da: Wespen, Bienen, Hummeln und Mücken. Während Mücken vor allem am späten Nachmittag und abends anzutreffen sind, besteht die Gefahr durch Hummeln & Co. den ganzen Tag. Hummeln und Bienen sind für gewöhnlich nicht an Menschen interessiert, aber auf ihrer Suche nach Blumen kommen ihnen häufiger bunte Kleidungsstücke verlockend in die Quere. Wespen hingegen haben vielfältige Nahrungsquellen und vergreifen sich auf der Suche nach geeigneten Nährstoffen ebenso gerne an süßen Dingen wie Eis, Säften und Limonaden wie an Grillfleisch. Bremsen sind bei feuchtwarmem Wetter besonders häufig anzutreffen.

Vorbeugen

Um Insektenstiche zu vermeiden, können einige Vorkehrungen getroffen werden. Diese beginnen bereits bei der Kleiderauswahl. Bunte und schwarze Kleidung zieht Bienen an. Bevorzugen Sie deshalb Farben wie weiß, hellgrün oder hellbraun. Enge Leggins sind sicherer als weite Stoffhosen. Befindet sich auf Ihrem Rasen Klee, sollten Sie Ihr Kind lieber nicht barfuß laufen lassen. Bei allem, was draußen verzehrt wird, auf eine geeignete Abdeckung achten (für Kinder gibt es Becher mit Abdeckung und Strohhalmen).
Kommt dennoch eine Wespe zu nah, kann sie mit sanften, langsamen Bewegungen verscheucht werden. Schnellere Bewegungen und das Anpusten versetzen Sie allerdings in Alarmbereitschaft.
Wer beim Grillen ungestört bleiben möchte, kann mehrere Meter vom Tisch entfernt einen Teller mit überreifem Obst aufstellen. Auch der Geruch von Zitronen, Lavendel oder frischen Zwiebeln vertreibt die kleinen Biester. Ansonsten gilt: Benutztes Geschirr immer gleich abräumen, Kinderhände und –mund gründlich abwischen. Beim Picknick auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad die Nähe zu Abfallkörben meiden.
Für Babybetten und Kinderwagen gibt es Moskitonetze, die vor unerwünschten Besuchern schützen. Auch Fliegengitter vor Fenstern und Terrassentüren sind eine lohnende Investition. Haben Sie so etwas nicht, sollten Sie abends vor dem Lüften zunächst das Licht ausschalten, da Mücken davon angelockt werden.

Im Akutfall

Wird Ihr Kind von einer Biene gestochen, muss der Stachel (notfalls mit einer Pinzette) entfernt werden. Um die Schwellung gering zu halten, sollte die Einstichstelle möglichst schnell gekühlt werden. Als Hausmittel hat sich übrigens eine aufgeschnittene Zwiebel bewährt. Auch Insektengel (in der Apotheke erhältlich) kann schon bei Babys ab sechs Monaten eingesetzt werden.
Gefährlich wird es, wenn eine Wespe oder Biene im Rachenraum des Kindes sticht. Kommt es zu einer Atemnot, muss sofort der Notarzt verständigt werden. In der Zwischenzeit hilft es, wenn das Kind kaltes Wasser trinkt oder einen Eiswürfel lutscht. Auch ein Wickel mit eiskalten Lappen um den Hals hilft vorübergehend, die Schwellung zu verlangsamen.
Bei Mückenstichen hilft Salzwasser – einfach fünf Teelöffel Salz in einem Liter Wasser auflösen und damit die Einstichstelle gründlich einreiben.
 

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