Anti Baby Pille: Fluch oder Segen?

Die Anti Baby Pille hat eine sehr lange Geschichte hinter sich. Bereits im Jahre 1912 entwickelt, wurde sie erst 1960 erstmalig für den amerikanischen Markt der Verhütungsmittel zugelassen. 1961 durfte sie auch in Deutschland verwendet werden – damals allerdings nur von verheirateten Frauen. Heute ist die Anti Baby Pille als Verhütungsmittel bei Frauen weltweit nicht mehr wegzudenken. Sie wird von Frauen aller Altersklassen, aller gesellschaftlichen Stände und auch der unterschiedlichsten Kulturen und Religionen verwendet.

Früher umstritten, heute das Verhütungsmittel Nummer eins – und dennoch wissen nur die wenigsten Männer und Frauen, die sich auf die „Pille“ verlassen, ganz genau, wie diese wirkt und was die Einnahme der Pille eigentlich für den Körper bedeutet. Auch über die meisten Nebenwirkungen sind sich nur ein Bruchteil der Frauen wirklich bewusst, die sie tagtäglich einnehmen.

Minipille, Pille und Pille danach – Arten der Anti Baby Pille

Es gibt verschiedene Arten der Anti Baby Pille. Die Minipille muss beispielsweise tagtäglich zur selben Stunde eingenommen werden. Sie verfügt über einen geringeren Wirkstoffbestandteil, als beispielsweise die normale Pille. Diese verfügt über einen höheren Wirkstoffwert, muss deshalb aber auch nur etwa alle 24 bis 36 Stunden eingenommen werden. Natürlich gilt auch hier, dass eine möglichst genaue, tägliche Einnahme besser und sicherer ist. Der Grund für die unterschiedlichen Einnahmereglungen ist übrigens der unterschiedliche Wirkstoffwert der Pillenarten. Damit das Heranreifen einer Eizelle unterdrückt werden kann, müssen die in der Pille vertretenen Wirkstoffe immer einen notwendigen Mindestwert vorweisen. Die Pille ist so ausgelegt, dass auch bis zum letzten sicheren Einnahmezeitpunkt noch ein ausreichend hoher Spiegel des Mittels vorhanden ist. Da die gewöhnliche Anti Baby Pille jedoch einen flexibleren Einnahmezeitpunkt hat, muss auch ein höherer Hormonspiegel verwendet werden.

Eine weitere „Pillenart“ ist die „Pille danach“. Allerdings wirkt sie gänzlich anders und kann nur theoretisch zur Überart „Pille“ gezählt werden. Die Pille danach ist kein Verhütungsmittel an sich, welches eine Schwangerschaft übergreifend verhindern soll. Sie kommt wirklich nur dann zum Einsatz, wenn eine mögliche Befruchtung befürchtet wird. Anders als die normale Pille, die die Entstehung einer befruchtbaren Eizelle verhindert, verhindert die Pille danach das Einnisten der eventuell befruchteten Eizelle in der Gebärmutter. Die Pille danach muss bis zu 72 Stunden nach der befürchteten Befruchtung eingenommen werden. Je nach Pillenart gibt es hier Tablettenarten die entweder nur aus 1 oder 2 Tabletten bestehen.

Risiken und Nebenwirkungen der Pille

So positiv ihre Wirkung auch ist, bringt die Pille an sich doch jede Menge Nebenwirkungen mit. Diese werden zwar immer auch in den Beipackzetteln behandelt – aber diese werden nur von den wenigsten Frauen ausgiebig studiert. Vor allem in Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder auch mit Alkohol und Nikotin, kann die Pille auf Dauer ein enormes, gesundheitliches Risiko darstellen. Hier wurde in der jüngsten Vergangenheit oft ein erhöhtes Auftreten von Thrombose, Brustkrebs, sowie von Herz- und Kreislauferkrankungen verzeichnet, als bei Frauen die die Pille nicht einnehmen oder nicht lange Zeit eingenommen haben. Allerdings liegen hier nach wie vor keine eindeutigen Studien vor. Bestätigt sind hingegen das häufige Auftreten von Depressionen, Stimmungsschwankungen und sogar einem Verlust der Libido, während die Anti Baby Pille eingenommen wird.
 

Beste Artikel in Schwangerschaft
Verwandte Artikel
Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen