Ernährung in der Schwangerschaft: Worauf es jetzt ankommt

Ein positiver Schwangerschaftstest sorgt nicht für große Freude, sondern auch für Unsicherheiten: Was darf ich jetzt noch essen? Worauf muss ich besonders achten? Essen für zwei? Das ist gar nicht nötig. Tatsächlich steigt der Energiebedarf der werdenden Mutter erst ab dem vierten Monat.

Ernährung in der Schwangerschaft

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Dann sollten etwa 250 Kalorien pro Tag zusätzlich verzehrt werden - das entspricht beispielsweise einem kleinen Brot mit Käse und einem Apfel. Was jedoch tatsächlich deutlich steigt, ist der Bedarf an Nährstoffen. So benötigt eine Schwangere mehr Eiweiß, Kalzium, Zink, Vitamin B2, Folsäure, Jod und Eisen.

Diese Lebensmittel sollten gemieden werden

Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, ein Gläschen Wein in der Schwangerschaft schade nicht, sollten Sie Ihrem Kind zu Liebe komplett auf Alkohol verzichten. Auch der Nikotinkonsum sollte langsam gesenkt werden, da er ernsthafte Folgen für das ungeborene Baby haben kann. Um Krankheitserreger wie Toxoplasmose zu vermeiden, ist rohes oder nur halb durchgegartes Fleisch während der Schwangerschaft tabu. Dazu gehören Tartar, Sushi, Salami, frisches Mett und Rauchfleisch. Man nimmt aber an, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands gegen Toxoplasmose immun ist. Ob Sie dazu gehören, kann Ihr Frauenarzt testen (die Kosten dafür müssen Sie allerdings selbst tragen).
Auch Rohmilchprodukte wie zum Beispiel Camembert, Romadur, Brie, Ricotta und Feta sollten vorübergehend vom Speiseplan gestrichen werden. Sie könnten Listerien enthalten.

Folsäure & Eisen

Bereits während der Zeit des Kinderwunsches sollten Sie mit der regelmäßigen Einnahme von Folsäure-Tabletten beginnen. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist dieses Vitamin besonders wichtig, da es den Stoffwechsel, die Zellteilung und die Blutbildung unterstützt. Folsäure ist in Lebensmitteln wie Grünkohl, Spinat, Blattsalat und Vollkornprodukten enthalten, kann aber den doppelten Bedarf der werdenden Mutter allein nicht decken.
Auch der Eisenbedarf während der Schwangerschaft steigt deutlich. Allerdings kann der Körper in Nahrung enthaltenes Eisen besser verwerten als solches in Tablettenform. Besonders empfehlenswert sind Babysäfte der Sorte „Rote Früchte" sowie bestimmte Kellogssorten (auf die Verpackungsbeschreibung achten). Ansonsten sind Rote Bete, Karotten, rote Früchte und Haferflocken äußerst eisenhaltig. Kleiner Tipp: Trinken Sie dazu ein Glas Orangensaft - das enthaltene Vitamin C hilft dabei, das Eisen besser zu verwerten.

Heißhunger-Attacken

Heißhunger-Attacken in einer Schwangerschaft sind völlig normal. Verursacht werden sie durch Hormone. Selbst der Geruchssinn und Speichel werden dabei geändert, so dass Kaffee plötzlich eklig riecht oder der Käse unbedingt mit Sahne bestrichen werden muss. Aber nun die gute Nachricht: Selbst naschen ist erlaubt. Natürlich sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, aber bevor Sie sich selbst zu sehr unter Druck setzen, gönnen Sie sich lieber etwas und seien Sie glücklich. Das bekommt Ihrem Baby viel besser. Für gewöhnlich nimmt sich das Baby aus Ihrem Blutkreislauf, was es braucht. Eventuelle Engpässe können notfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden.

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