Schönere Umstände: Körperpflege in der Schwangerschaft  

Während der Schwangerschaft verändert sich der weibliche Körper ständig. Die Brüste werden voller und der Bauch wölbt sich - aber auch Haut, Haare und Nägel sind betroffen.
Gönnen Sie sich und Ihrem Bauchbewohner ruhig häufiger ein kleines Verwöhnprogramm. Die folgenden Tipps zeigen, wie schnell man bei kleineren Problemen Abhilfe schaffen kann.

Schwitzen

Gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel arbeitet der Stoffwechsel auf Hochtouren. Die Folge: Es kommt immer wieder zu Schweißausbrüchen. Abhilfe schaffen eine lockere Bekleidung aus Naturmaterialen und ein zuverlässiges Deo.
Eine schnelle Abkühlung bekommen Sie, wenn Sie sich für zwei bis drei Minuten kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen. Auch lauwarmes Duschen hilft. Sollten Sie nachts unter einem „brennenden" Gefühl in den Füßen leiden, stellen Sie sich einfach einen Eimer mit kaltem Wasser neben das Bett. Im Akutfall die Füße kurz eintauchen.
Generell sollten Sie auch auf die Ernährung achten. Kaffee ist ebenso tabu wie Knoblauch, rohe Zwiebeln und scharfe Gewürze. Sorgen Sie außerdem für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt. Empfehlenswert sind Salbei- und Melissentee oder lauwarmer Apfelsaft. Sie verringern die Schweißproduktion.

Hautpflege

Der erhöhte Hormonspiegel hat auch Auswirkungen auf die Haut. Da sie besser durchblutet wird, wirkt sie oftmals straffer. Der Nachteil: Die Wangen sind häufig gerötet, rote Flecken treten im Gesicht auf. Weiterhin kann die vermehrte Talgproduktion Pickel verursachen. Ist dieser Fall eingetreten, sollte auf Schminke möglichst ganz verzichtet werden. Dafür ist jetzt eine erhöhte Hygiene wichtig.
Einige Frauen haben in der Schwangerschaft einen dunkleren Teint. Das liegt an einer erhöhten Pigmentbildung, auch Chloasma genannt, und bedarf keiner besonderen Pflege.

Schwangerschaftsstreifen

Auf den Brüsten, Po und auf dem Bauch können rötliche Streifen entstehen. Diese Schwangerschaftsstreifen sehen zwar unschön aus, sind aber gesundheitlich unbedenklich. Offensichtlich sind übergewichtige Frauen häufiger davon betroffen. Die Bildung von Schwangerschaftsstreifen ist vom Bindegewebe abhängig und kann leider nicht verhindert werden. Allerdings kann man die Folgen abmildern. Abbrausen mit kaltem Wasser, Trockenbürstenmassagen, Kneten und Zupfen der betroffenen Stellen haben sich als äußerst hilfreich erwiesen. Am besten verwenden Sie dabei ein Mandel- oder Calendulaöl. Sie enthalten Vitamin E und fördern die Durchblutung.

Haare

Die Haare einer schwangeren Frau wirken voller, da der Haarzyklus deutlich verlängert ist. Allerdings währt die Freude nicht lange: Etwa ein bis zwei Monate nach der Geburt gehen die so gewonnenen Haare verstärkt wieder aus.
Auf das Tönen und Färben sollte in der Schwangerschaft allerdings verzichtet werden, da die enthaltenen chemischen Bestandteile über die Kopfhaut vom Körper aufgenommen werden und so zum ungeborenen Kind gelangen.

Generell sollten Sie sich in der Schwangerschaft Zeit nehmen. Gönnen Sie sich kleine Ruhepausen und verschiedene Pflegerituale. Bei der Zupfmassage des Bauches beispielsweise können Sie auch Ihren Mann einbinden - so lassen Sie ihn an der Schwangerschaft intensiver teilhaben.

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