Schwangerschaftsbeschwerden: sanfte Mittel und Hilfe

Während der neun Monate Schwangerschaft vollbringt der Körper wahre Wunder. Woche für Woche wächst das neue Leben heran und stellt den Hormonhaushalt der werdenden Mutter auf den Kopf.
Medikamente sollten möglichst vermieden bzw. nur in Absprache mit dem betreuenden Frauenarzt eingenommen werden. Viele der Schwangerschaftsbeschwerden lassen sich aber auch mit sanften Mittel, die dem ungeborenen Baby nicht schaden, bekämpfen.

Übelkeit

Vielen Frauen ist im ersten Schwangerschaftsdrittel häufig schlecht. Entgegen der weitläufigen Meinung, ist dies nicht nur morgens der Fall, sondern zu allen Tageszeiten möglich. Wirkungsvoll bekämpft wird die Übelkeit durch Ingwer. Ob frisch geschnitten, als Tee oder in Kapselform - das können Sie ganz nach Ihren Vorlieben entscheiden.
Eventuell liegt auch ein Vitamin B6-Mangel vor. Entsprechende Kapseln aus der Apotheke schaffen Abhilfe.
Leiden Sie vor allem morgens unter der Übelkeit, sollten Sie es sich zur Angewohnheit machen, bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu essen. Das können beispielsweise Zwieback, trockenes Brot oder ein Joghurt sein. Starten Sie außerdem langsamer in den Tag. Teilen Sie Ihre Hauptmahlzeiten auf mehrere kleine auf und meiden Sie fetthaltige und säurehaltige Speisen. Die Übelkeit kann außerdem durch den Abfall des Blutzuckerspiegels verstärkt werden, deshalb sollten Sie immer einen kleinen Snack dabei haben. Bei starker Übelkeit muss unbedingt auf einen ausreichenden Flüssigkeitshaushalt (geeignet sind Suppen, Kräutertees und verdünnte Säfte) geachtet werden.
In der Regel lassen Übelkeit und Erschöpfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat deutlich nach, dennoch sollten Sie auch weiterhin die eine oder andere Ruhepause einlegen.

Verstopfung

Schwangere leiden aufgrund des Hormons Progesteron häufiger unter Verstopfung. Abführmittel können vorzeitige Wehen auslösen, deshalb sollten sanfte Maßnahmen wie eine ballaststoffreiche Kost (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte), regelmäßige Bewegung, Bauchmassagen und reichlich Trinken ergriffen werden. Geschrotete Lein- und Flohsamen sowie Milchzucker helfen der Verdauung auf die Sprünge.

Sodbrennen

Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel tritt häufig Sodbrennen auf. Das liegt vor allem daran, dass die wachsende Gebärmutter den Magen einengt. Vorbeugend sollte daher die Mahlzeiten auf mehrere kleine verteilt werden. Lebensmittel wie Zwiebeln, fettige oder stark gewürzte Gerichte, Kaffee, Schokolade, Essig, Zitrus- und Hülsenfrüchte sollten gemieden werden. Essen kurz vor der Schlafenszeit ist jetzt ebenfalls tabu. Kauen Sie immer gründlich und trinken Sie nach dem Essen einen Fencheltee in kleinen Schlucken.
Um die überflüssige Magensäure zu neutralisieren, sollten Sie im Akutfall
Haselnüsse oder Mandeln zu einem Brei zerkauen und langsam herunterschlucken. Auch Reiswaffeln, Haferflocken und Vollkornbrot sind dafür geeignet.

Wadenkrämpfe

Ebenfalls im letzten Schwangerschaftsdrittel kommt es nachts aufgrund Magnesiummangels vermehrt zu Wadenkrämpfen. Im Akutfall helfen ein feuchtwarmer Wickel oder das Strecken der Waden bei gleichzeitigem Anspannen der Muskeln. Zur Vorbeugung sollten Sie auf eine kalzium- und magnesiumreiche Ernährung achten und sich viel bewegen. Besonders reich an Kalzium bzw. Magnesium sind Milchprodukte, Nüsse, Fisch, Grünkohl und Vollkornprodukte sowie Äpfel, Mandeln, Feigen und Weizenkeime.

 

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