Angebot an Geschäftskonten erweitert sich - Sind Fintechs die Geschäftskonto-Revolution?

Auch wenn viele Selbstständige mit wenigen Buchungen auch ein konventionelles Girokonto nutzen können, so ist ein separates Geschäftskonto in den meisten Fällen doch die bessere Lösung. Anders als bei privaten Girokonten, für die an jeder Ecke aggressiv geworben wird, ist das Angebot deutlich kleiner. Nun allerdings können Selbstständige und Unternehmen aufatmen, denn mit den Fintechs kommt womöglich die Konto-Revolution.

 

Kleine Unternehmen auf der Suche nach attraktiven Geschäftskonten

Vor allem kleine Unternehmen und Selbstständige klagen oftmals darüber, von ihrer Bank wie Kunden zweiter Klasse behandelt zu werden. Der Grund ist relativ naheliegend: Gerade in Zeiten von Niedrigzinsen verdienen Banken mit Freiberuflern und kleinen Unternehmen über die Kontoführungsgebühren der Geschäftskonten kaum Geld. Dementsprechend hält sich bei vielen Instituten leider auch der Service in Grenzen.

Bei Großunternehmen, die entsprechend Geld in die Kassen der Banken spülen, sieht das freilich anders aus. Häufig gestalten sich auch die Konditionen der Geschäftskonten nicht so attraktiv, wie sie sein könnten. Und da die Auswahl an Angeboten begrenzt ist, sind die Möglichkeiten von kleinen Unternehmen beschränkt.

 

Fintechs könnten den Markt aufrollen

Der Begriff Fintech geistert mehr und mehr durch die Medien, u.a. auch auf bundesbank.de, und die Wirtschaft, doch kaum jemand weiß wirklich etwas damit anzufangen. Grob gesagt handelt es sich dabei um junge dynamische Unternehmen, die klassische Finanzkonzepte und Dienstleistungen mit moderner Informationstechnologie und digitalen Ansätzen verknüpfen. Fintechs wachsen damit in zahlreichen Geschäftszweigen zu immer größeren Konkurrenten von Versicherungen, Vermögensverwaltern und auch Banken heran. Welche Vorteile aber bringen Fintechs in Sachen Geschäftskonto gegenüber klassischen Banken mit sich?

 

Fintechs bieten mehr als nur ein Konto

Die Suche und Eröffnung von Geschäftskonten kann auf dem klassischen Weg eine sehr bürokratische und langwierige Prozedur sein. Genau an diesem Punkt setzen die Fintechs an und setzen dem angestaubten Kontomodell ein Konzept entgegen, das auch auf die Bedürfnisse von Kleinunternehmen und Selbstständigen ausgerichtet ist. Darunter etwa eine faire Gebührenordnung, die Kontoeröffnung binnen weniger Minuten per Video-Ident (heise.de informiert hier), integriertes Mobile Banking, eine direkt gekoppelte Buchhaltung mit automatisierter Kategorisierung von Transaktionen oder eine Real-Time-Steuereinschätzung. Diese All-inklusive-Pakete sind vor allem für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen besonders attraktiv, da sie umfassenden Service zu günstigen Konditionen bieten.

 

Nicht kostenlos aber attraktiv

Kostenlos sind die Konten von Fintechs natürlich auch nicht. Viele dieser Dienstleister bieten dennoch eine Basisversion mit den grundlegendsten Funktionen völlig kostenfrei ohne Buchungs- und Kontoführungsgebühr an. Wer hingegen den vollen Funktionsumfang genießen möchte, muss beispielsweise eine faire Kontoführungsgebühr entrichten oder für die inkludierte Kreditkarte zahlen. Der einzige wirkliche Nachteil der Fintechs ist bis dato das fehlende Filialnetz inklusive persönlichem Berater aus Fleisch und Blut. Aber auch für dieses Problem wird sich garantiert eine Lösung finden. Ob Fintech oder konventionelle Bank: Das beste Geschäftskonto lässt sich leicht über einen Online-Vergleich bei verbraucher.eu finden.

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