Der Bonitätsindex beschreibt die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und Unternehmen

Ähnlich aller Indizes bezeichnet auch der Bonitätsindex ein Gesamtbild vieler verschiedener und in die Berechnung eingeflossener Werte. Er beschreibt die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und Unternehmen und kann Kreditinstituten dadurch eine gewisse Auskunft über die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles geben.

Insofern ist er ein wichtiges Instrument, wenn es um die Vergabe von Darlehen und Krediten geht. Große Werte auf dem Bonitätsindex stehen für hohes Ausfallrisiko, kleine hingegen für gute Bonität und Kreditwürdigkeit. Einen allgemein gültigen Index gibt es nicht. Vielmehr sind viele verschiedene in Gebrauch, was die Vereinheitlichung aufgrund verschieden gewichteter Parameter erschwert. Dies kann bei Privatpersonen ebenso schwer sein, wie auch bei Krediten für Unternehmen. Agieren diese nämlich international, gelten nicht nur verschiedene nationale, sondern auch internationale Bewertungskriterien bezüglich deren Bonität. Schulden und vormalige Zahlungsausfälle fließen in die Berechnung ebenso wie Kredite, die pünktlich und ohne Verzögerungen zurückgezahlt wurden. Aber auch die Tatsache, niemals einen Kredit aufgenommen zu haben, wirkt sich positiv auf die eigene Bonitätseinschätzung aus. In Deutschland existieren mehrere Auskunftdateien, welche Bonitätsindex über Unternehmen oder auch Privatpersonen im Auftrag von Banken erstellen. Dabei werden verschiedene Wirtschaftsfaktoren wie die Branche, die Auftragslage, die Zahlungsweise anderer Verbindlichkeiten oder auch das Alter des Betriebes objektiv bewertet und zu einem Wert zusammen gefasst, der dann anhand des Bonitätsindex Auskunft über die Kreditwürdigkeit des Unternehmens erteilt.

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