Der Guthabenzins variiert nach Kontotyp, Anlagesumme- und Dauer

Der Guthabenzins wird prinzipiell für alle Formen von Guthaben gezahlt, egal, ob es sich dabei um Tagesgeld, Sparbücher, teilweise sogar Girokonten oder auch Bausparkonten (also Guthaben aus Bausparverträgen) handelt.

Dabei zahlt die Bank/Bausparkasse dem Kontoinhaber einen vorher vereinbarten Zinssatz auf das entsprechende Guthaben. Diese Zinssätze sind je nach Kontotyp, Anlagesumme- und Dauer unterschiedlich. Auch die Auszahlung oder Gutschrift der erwirtschafteten Zinsen kann variieren. Manche Modelle sehen eine regelmäßige Auszahlung der Zinsen vor, andere wiederum zahlen die Zinsen erst zum Ende des Vertrages/der Laufzeit und legen die im Laufe der Anlagezeit angefallenen Zinsen an. Je nach persönlichen steuerlichen Präferenzen kann sich das eine oder andere Modell lohnen.
Speziell bei Bausparkonten sei angemerkt, dass während der Ansparphase gewährte hohe Guthabenzinsen nicht selten in ebenso hohe Baudarlehenszinsen münden. Insofern sind Anleger gut damit beraten auf moderatere Guthabenzinsen zu achten und damit später auch von niedrigeren Darlehenszinsen profitieren zu können. Ebenso kann es sich mit anderen Anlagemodellen und deren Zinsen auf Guthaben verhalten. Oftmals werden hohe Zinsen durch andere teils verdeckte Kosten amortisiert. Schließlich gibt es aber auch weitere Faktoren, die eng an hohe Zinsen gekoppelt sind: lange Laufzeiten, hohe Kosten bei Auflösung von beispielsweise Sparbüchern und einiges mehr. Insofern sind hohe Guthabenzinsen für Banken, und (Bau)Sparkassen nicht selten an den verkauf weiterer Cross-Selling-Produkte gebunden.

Artikelinformationen