Was Anlagezins (Sparzins) und Kreditzins gemeinsam haben

Bausparen gilt mitunter als konservative und risikoarme Form, spätere Bauvorhaben leichter realisieren zu können. Dies liegt mitunter daran, dass schon während der Ansparphase ein Zinssatz sowohl für die Sparsumme, wie auch für den späteren Kredit festgelegt werden und beide bis zum Ende der gesamten Laufzeit gelten. Dass der Anleger in der Ansparphase auf höhere Zinsen verzichtet, wird nicht nur durch niedrigere Darlehenszinsen gedankt.

Vielmehr können Bausparer auch steuerliche Vorteile durch niedrigere Guthabenszinsen für sich verbuchen. Je nach Guthabenszins sind nämlich bestimmte Sparguthaben bis zu einer bestimmten Grenze steuerfrei, was gerade auch mit Hinblick auf die Abgeltungssteuer interessant ist. Die Kombination von Sparen und Darlehen erweisen sich demnach als Vorteil gegenüber anderen Niedrigzinssparformen (Sparbücher, etc.).
Je höher die monatlichen Raten und die Laufzeit sind, je besser gestalten sich auch die Zinsen, sowohl für Guthaben, wie auch für den späteren Kredit. Die Festlegung auf eine lange Laufzeit bringt nämlich sowohl der Bausparkasse, wie auch dem Anleger Planungssicherheit, was Einnahmen und Ausgaben bezüglich der Bausparsumme angeht. Finanziert man nur einen Teil über die Baussparkasse, sind einerseits höhere Zinsen (Festgeld, Anleihen, etc.) möglich, andererseits sind dann jedoch auch höhere Zinsen bei Beginn des Darlehens fällig. Denn in der Regel muss der Sparer gut 50 der gesamten Bausparsumme eingezahlt haben, um später in den Genuss niedriger Darlehenszinsen zu kommen. Dies kann nur dann erreicht werden, wenn entsprechend lange vorher eingezahlt wurde, was bei teilweise Finanzierung durch Fremdkapital nicht der Fall ist.

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