Die ArbeitnehmerPauschale zum Steuer-Sparen nutzen

Wer als Arbeitnehmer abhängig beschäftigt ist, kann sogenannte Werbungskosten bei der Einkommenssteuer-Erklärung geltend machen. Das sind letztlich alle Kosten, die für den Arbeitnehmer unvermeidlich sind, um zu seiner Arbeit zu kommen: Fortbildungskosten einschließlich der Fahren zur Fortbildungseinrichtung, Anschaffung von Büchern oder Lernprogrammen zur Weiterbildung, Kosten für einen beruflich genutzten Computer, Mitgliedsbeiträge zu Gewerkschaften oder Arbeitnehmerorganisationen.
Bis zum Jahre 2006 gab es noch die Möglichkeit der Abrechnung von Fahrtkosten zur Arbeit in Form der sogenannten Entfernungspauschale. Diese ist ebenso wie die Abzugsmöglichkeit eines Arbeitszimmers in der eigenen Wohnung im Jahre 2007 stark eingeschränkt bzw. abgeschafft worden. Da die Entfernungs-Pauschale bei vielen Arbeitnehmer den weitaus größten Teil der Werbungskosten ausmachte, waren viele nicht wenig überrascht als bei ihrem Einkommenssteuerbescheid nun keine Berücksichtigung der einzelnen langwierig errechneten Positionen der Werbungskosten mehr vorgenommen wurde, sondern lediglich insgesamt ein Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 € berücksichtigt wurde.

Noch ist die Zulässigkeit der Nichtberücksichtigung der Entfernungspauschale und des Arbeitszimmers umstritten. Möglichweise wird das Verfassungsgericht die entsprechenden gesetzlichen Regelungen aufheben oder einschränken. Bis zu einer endgültigen Entscheidung sollte man also wie früher die Entfernungs-Pauschale und die Arbeitszimmer Kosten geltend machen. Sollte sich die neue gesetzliche Regelung sich aber durchsetzen, dann bedeutet das für viele Arbeitnehmer, dass sie auf die konkrete Deklaration einzelner Werbungskosten verzichten können.

Die Werbungskosten-Pauschale für Arbeitnehmer ergibt sich aus dem § 9a des Einkommenssteuergesetzt. Sie gilt für alle Arbeitnehmer, die mindestens einen Tag auf Lohnsteuerkarte gearbeitet haben. Allerdings darf diese Pauschale nicht zu einem negativen Einkommen führen.

Steuersparend kann die Werbungskosten-Pauschale eingesetzt werden bei Freiberuflern oder sonstigen Selbständigen, die mit ihren Auftraggebern eine andere Art von Vertragsgestaltung vereinbaren können. Sie können versuchen mit einen oder mehreren Auftraggebern zu vereinbaren, Teile des Auftrags als Arbeitnehmer durchzuführen. Dies ist sicherlich in vielen Fällen möglich, wenn man auch nicht übersehen kann, dass dies für den Auftraggeber einen gewissen Aufwand nach sich zieht. Es muss sich natürlich um Aufgaben handeln, für die man auch einen Angestellten eine gewisse Zeit lang beschäftigen könnte.

Gelingt diese Vereinbarung, dann werden faktisch die 920 € von der Einkommenssteuer freigestellt. Der Aufwand bei der Einkommensteuer ist für den Antragsteller denkbar einfach. Er braucht lediglich die Anlage N auszufüllen und die Lohnsteuerkarte mit einzureichen. Zu versteuern sind der Differenzbetrag aus dem Bruttolohn abzüglich des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 920 €.

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