Die GmbH Gewinn-Verteilung regelt u.a. eventuelle Auszahlungen

Innerhalb einer GmbH richtet sich die Verteilung eventuell erwirtschafteter Gewinne nach Höhe der jeweiligen Einlagen der einzelnen Gesellschafter. Dabei sei jedoch gesagt, dass die Entscheidung über die Gewichtung jeder GmbH selbst überlassen bleibt. So zählt nicht nur die Höhe der Einlage, sondern eventuell auch die Funktion bzw. die Aufgaben des Gesellschafters oder ob er/sie besondere Sacheinlagen in die GmbH mit eingebracht hat.

Anders verhält es sich mit der GmbH & Co. KG, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft:

In diesem Fall werden zuerst die Gehälter für die persönlich haftenden Gesellschafter (Komplementäre) gezahlt, der restliche Gewinn dann unter den Gesellschaftern aufgeteilt. So, wie die Gesellschafter also persönlich für Verluste haften, werden sie folgerichtig auch für Erfolge (Gewinne) entlohnt. Weiterhin jedoch muss bedacht werden, dass eventuell auch Gehälter für Nicht-Gesellschafter, also Angestellte, gezahlt werden müssen. Auch diese Summen können den Gewinn und damit dessen Verteilung an die Gesellschafter schmälern.
Beschließt eine GmbH & Co. KG jedoch, dass sie ihre Gewinnverteilung nicht den Anteilen entsprechend vornehmen möchte, sondern erzielte Überschüsse anders verwenden möchte, muss sie regelmäßige Gewinnverwendungsregeln aufstellen und Gewinnverwendungsbeschlüsse fassen, in welchen sie dokumentiert, wofür die eigentlich für Gesellschafter gedachten Gewinne verwendet werden sollen (beispielsweise, dass ein bestimmter Prozentsatz zur Bildung von Rücklagen verwendet werden soll/muss). Fehlt eine solche explizite Nebenabsprache, muss der Gewinn in seiner Gänze an die Komplementäre ausgeschüttet werden.

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